Das Münchener Start-up eKidz.eu will Kinder beim Deutschlernen unterstützen. Für die Idee gab es nun Geld von Bayern Kapital und internationalen Business Angels.

Bayern Kapital und sechs deutsche und internationale Business Angels investieren im Rahmen einer Seed-Finanzierungsrunde eine sechsstellige Summe in das Münchener Start-up eKidz.eu, das eine App zum spielerischen Erwerb von Sprach- und Lesekompetenz für Kinder entwickelt hat. Wie hoch der Betrag genau ist wollte Gründerin Nataliya Tetruyeva auf Nachfrage von WirtschaftsWoche Gründer nicht verraten.

„Bisher gab es in Deutschland keine E-Learning-Anwendung für das kindliche Sprachenlernen. Allerdings verspricht der Markt großes Potential, da es eine hervorragende Ergänzung zur schulischen Bildung ist und daher bei fortschreitender Digitalisierung der Gesellschaft immer beliebter werden dürfte. Deshalb sehen wir in eKidz.eu mit seiner ausgefeilten App ein spannendes Investment mit hervorragenden Aussichten“, sagt Georg Ried, Geschäftsführer bei Bayern Kapital.

Eine englische Sprachversion ist in Planung

Mit dem Kapital will eKidz die Entwicklung neuer Funktionen wie beispielsweise Audioaufnahmen finanzieren, das Angebot auf die Betriebssysteme Windows- und Android ausweiten und zusätzliche Inhalte ergänzen.

Auch eine englische Sprachversion und ein Rollout in verschiedene europäische Ländern sind geplant: „Wir fokussieren uns aktuell noch auf die DACH Region“, sagt Nataliya Tetruyeva, „aber sobald Englisch als Sprachversion hinzukommt, werden wir den Vertrieb vor allem auf Großbritannien, Russland, Lateinamerika und die USA erweitern.“

Das 2017 gegründete Unternehmen eKidz.eu will mit seinem E-Learning-Programm das Sprach-und Lesevermögen von Kindern im Alter zwischen fünf und zehn Jahren verbessern. Dazu können digitale Kinderbücher mittels App auf mobilen Endgeräten aufgerufen werden. Die derzeit rund 50 Kinderbücher sind auf neun Lesestufen systematisch gegliedert. Nutzer können sich auf der passenden Stufe die Texte laut vorlesen lassen, selbst lesen und Verständnisfragen beantworten. Anschließend können Lehrer oder Eltern die Ergebnisse der Übungen einsehen.