Der Metro-Konzern ist beim Münchner Start-up Shore eingestiegen – und will damit seine Digitalisierungsstrategie vorantreiben.

Am Anfang stand eine Plattform, die Termine von Ärzten, Frisören oder KfZ-Betrieben einfacher organisieren sollte. 2012 entwickelte Alexander Henn die entsprechende Software: Shore vermittelt mittlerweile nicht nur Termine, sondern aktualisiert alle wesentlichen Informationen bei Google Maps oder Yelp automatisch. Damit sind etwa Öffnungszeiten immer aktuell.

Ein Konzept, das ankommt: Vier Jahre nach dem Start hat sich nun die Metro an dem Münchner Start-up beteiligt. “Shore bietet digitale Lösungen und Leistungen, um die Geschäftsabläufe unserer Kunden zu vereinfachen und zu optimieren,“ sagt Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro. Das Engagement sei für den Konzern ein weiterer Baustein, um die Digitalisierung insbesondere in der Gastronomie und im Hotelgewerbe voranzutreiben.

Erst Mitte Juli hatte das Münchner Start-up 13 Millionen Euro eingesammelt, unter anderem von den Zalando-Gründern und dem Wachstumsfonds Bayern von Bayern Kapital. Insgesamt ist das Unternehmen nun mit 30 Millionen Euro finanziert.

Mit dem frischen Kapital will Shore seine internationalen Geschäfte ausbauen. Bislang ist das Start-up in zehn europäischen Ländern aktiv und beschäftigt insgesamt 200 Mitarbeiter. Längst sind es nicht mehr nur Ärzte, die die Software für ihre Terminbuchung nutzen, sondern auch Filialisten und Ketten, wie Gründer Alexander Henn im Juli gegenüber WirtschaftsWoche Gründer sagte