Der Einzelhandelskonzern will Produkte von innovativen Lebensmittel-Start-ups mit seinen Händlern zusammenbringen. Eine neue Plattform soll dabei helfen.

Porridge in der Geschmacksrichtung Zimt-Apfel, Ginger-Bier oder Gummibären mit Koffein: Um solche innovativen Lebensmittel auch in die eigenen Supermarktregale zu bringen, hat der Einzelhandelsverbund eine neue Plattform gestartet. Foodstarter soll als Schnittstelle zwischen Food-Start-ups und dem dezentral organisierten Händlernetz dienen. Auf der Internetseite können sich Start-ups mit ihren Produkten bewerben – zwei bis vier ausgewählte Produkte pro Woche sollen dann den Kaufleuten präsentiert werden und können als Testpaket geordert werden.

Man biete Gründern so die Chance, „gemeinsam mit EDEKA zu wachsen“, sagt Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Edeka AG. Das Ziel sei es dabei, alle 4000 selbständigen Edeka-Händler auf die Plattform zu bringen – aktuell liege die Anzahl in einem „relevanten dreistelligen Bereich“, heißt es auf der Homepage.

Chance auf Platz in den Regalen

Die Idee: Kaufleute erhalten einen einfacheren Zugang zu möglichen spannenden Produkten für ihre Regale, die Gründer müssen nicht jeden einzelnen Markt selbst abklappern. Zudem sollen sie nach einer Testphase auch Abverkaufszahlen zu ihrem Produkt erhalten. An der Idee wurde im Konzernverbund seit November 2016 gebastelt.

Edeka spricht mit Foodstarter durchaus auch junge Unternehmen an, die noch nicht in eine umfangreiche Serienproduktion eingestiegen sind. „Du solltest in der Lage sein, Musterbestellungen kurzfristig ausliefern zu können. Nur wenn Deine Muster gut ankommen, werden Kaufleute auch regelmäßig bestellen“, schreiben die Macher. Die grundlegenden Wünsche an Start-ups, die noch nicht mit Edeka in einer Geschäftsbeziehung stehen, sind simpel: Sie sollen erst einmal nur innovativ sein und dürfen ihren Platz nicht im Kühlregal haben.