Eine Gruppe von Unternehmern fährt auf Klassenfahrt? So sah es aus als Berliner Gründer gemeinsam zur E-World nach Essen fuhren.

Von Lena Skrotzki

Am frühen Mittwochmorgen am Roten Rathaus in Berlin: Knapp 40 Gründer sind früh aufgestanden, um gemeinsam in den Start-up-Bus der Deutschen Energieagentur (dena) zu steigen. Ihr Ziel: die europäische Leitmesse der Energiewirtschaft – die E-world 2016 in Essen.

Der Chef der Berliner Senatskanzlei, Björn Böhning, verabschiedete die Berliner Jungunternehmer nach Essen und ermutigte sie, dort ihre Ideen für die Energiewende bekannt zu machen und auch auf größere Unternehmen und Investoren zuzugehen. „Wir wollen ja, dass Berlin die Start-up-Hauptstadt Europas bleibt!“ Der von der Dena organisierte Start-up-Bus und das Programm auf der Messe hatten das Ziel, Start-ups und die klassische Energiewirtschaft zusammenzubringen, um gemeinsam neue Ideen für die Energiewende zu entwickeln.

Die Gründer aus der Hauptstadt nutzen die zwei Tage auf der E-world aber natürlich auch, um sich nach interessanten Investoren umzuschauen, ihr Geschäftsmodell vorstellen und sich über Lösungen für die Energiewende auszutauschen. Die Geschäftsideen der Start-ups aus der Energie-Branche reichen von der Energiespar-App OEEX für den Haushalt bis zu Crowdinvestment-Plattformen für Solarenergie von Ecoligo. Doch zwei Aspekte einen alle, die im Start-up-Bus mit angereist sind: Man will mit dem eigenen Geschäftsmodell einen kleinen Anteil zur Energiewende beisteuern. Und es geht kein Weg an der Digitalisierung und dem Trend vernetzter Systeme vorbei.