Der Markt fürs E-Learning wächst seit Jahren zweistellig. Doch Start-ups brauche mehr als eine gute Idee. Denn Kunden sind zwar zahlwillig, verlangen dafür aber Qualität.

Es ist Montagmorgen und die erste Herausforderung wartet bereits im Postfach. Ein Link zu einem Video: „Mitarbeiter, die regelmäßig gelobt werden, liefern bessere Arbeitsergebnisse“, sagt Uwe Beyer darin in die Kamera. Der Karriereberater und Mitgründer des Start-ups Talentshaper setzt in seinen Onlinekursen aufs Mitmachen. Und so stellt er den Teilnehmern jede Woche per Videonachricht eine neue Aufgabe. Dieses Mal sollen die Kursteilnehmer ihre Mitarbeiter loben – und zwar alle.

Mit ihrer Plattform für Onlinekurse gehört Talentshaper zu den rund 3000 Unternehmen, die mit ihrer Idee den E-Learning Markt erobern wollen. Dieser wächst seit Jahren kontinuierlich um rund 20 Prozent. Doch während anfangs der kostenlose Zugang zu Vokabeltrainern und Lehrmaterialien gereicht hat, werden die Kunden zunehmend anspruchsvoller. Kurse müssen vor allem mit Interaktivität und Qualität überzeugen.

Der Markt wächst jährlich um 13 Prozent

Allein 2011 haben Unternehmen weltweit 37 Milliarden Euro für E-Learning ausgegeben. Jährlich wächst der Markt um 13 Prozent und soll sich laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger bis 2018 verdoppelt haben. Ein Großteil des Geschäfts wird aber immer noch in den USA umgesetzt.

Qualität wird dabei immer wichtiger, sagt auch Anke Felbor. Die 43-Jährige ist Gründerin und Geschäftsführerin des Unternehmens und der gleichnamigen Plattform LearnNow. Dort werden nur Onlinekurse vermittelt, die festgelegten Qualitätskriterien entsprechen. „Diese genaue Prüfung garantiert unseren Kunden die besten Kurse verschiedener Anbieter“, sagt sie. Denn auch, wenn das Angebot im Bereich des E-Learning kontinuierlich wachse: „Bisher schwankt die Qualität von Onlinekursen sehr stark.“