Das Münchener Start-up will mit automatischen Helfern den Kundenservice verbessern. Main Incubator führt jetzt eine erste Finanzierungsrunde an.

Um nis zu 50 Prozent sollen die kleinen automatisierten Kommunikationshelfer des Start-ups die Bearbeitungszeit verkürzen: Sogenannten Chatbots wird gerade für standardisierte Abfragen und Beratungen ein hohes Marktpotenzial voraus gesagt. Das Start-up E-Bot7 baut die Grundlagen für solche automatisierten Chatprogramme. Jetzt hat das 2016 gegründete Unternehmen finanzielle Unterstützung erhalten: Die Commerzbank-Tochter Main Incubator führt eine Anschubfinanzierung im hohen sechsstelligen Bereich an. Zu den weiteren Geldgebern gehört das Wayra, das Accelerator-Programm des Telekommunikationskonzerns Telefonicá, sowie private Investoren.

Das Münchener Start-up will das Investment für mehrere Aufgaben nutzen: Zum einen soll mehr Arbeit in das Produkt selbst fließen. Um Fragen zu verstehen und intelligent antworten zu können, sind ausgefeilte Technologien für die Spracherkennung – in deutsch und englisch – notwendig. Zum anderen will E-Bot7 den eigenen Beratungsbereich ausbauen und so mehr Kunden rund um das Thema Chatbot informieren.

Nach eigenen Angaben seien Chatbots des Start-ups bereits im Kundenservice von mehreren Technologieunternehmen im Einsatz. „Wir sehen für e-bot7 mit seinem innovativen Angebot einen großen Einsatzbereich in den verschiedensten Segmenten im Banking, vor allem was die Verbesserung im Customer Support angeht“, sagt Julian Bürklein, Investment Manager des Main Incubators.

Im deutschsprachigen Raum basteln mehrere Start-ups an der Technologie oder dem Einsatz von Chatbots. Im vergangenen Jahr konnte etwa das Berliner Team von Spectrm eine Finanzierung verkünden. „Das Marktpotenzial des Chatbot-Systems wurde bei der Vorstellung in unserem Investorenkreis als sehr hoch eingeschätzt“, sagt Carsten Rudolph, Geschäftsführer bei Baystart-up, über dessen Finanzierungsnetzwerk die aktuelle Runde zustande kam.