Das Biotech-Start-up sammelt fünf Millionen Euro ein, unter anderem von Bayern Kapital. Mit dem Geld soll die Produktpalette erweitert werden.

Frisches Geld für das bayerische Start-up Dynamic Biosensors: Wie WirtschaftsWoche Gründer exklusiv erfuhr, sammelten die Proteinanalytik-Spezialisten fünf Millionen Euro ein. Investiert haben unter anderem Bayern Kapital mit dem Wachstumsfonds, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft (BayBG) sowie Unternehmertum Venture Capital Partners (UVC Partners).

Von Martinsried aus entwickelt und vertreibt das 2012 gegründete Unternehmen seine patentierte switchSENSE-Technologie. Diese wird im Bereich der biopharmazeutischen Forschung und Entwicklung eingesetzt und ermöglicht Forschern aus Industrie und Wissenschaft, molekulare Interaktionen und biophysikalische Parameter in Echtzeit zu analysieren. Die Technologie zeichnet sich insbesondere durch ihre hohe Sensitivität und durch flexible Messmethoden aus, die erkennen lassen, ob ein neues Arzneimittel sein Ziel im Körper findet und Krankheiten effizient bekämpfen kann.

Nun will das Unternehmen seine Produktpalette erweitern und seine Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten ausbauen.

Beteiligung von Bayern Kapital

Dynamic Biosensors trägt zu neuen Informationsgewinnen in der biopharmazeutischen Forschung und Entwicklung bei“, erläutert Roman Huber, Geschäftsführer von Bayern Kapital. „Wir freuen uns, dass es uns durch den Wachstumsfonds Bayern möglich ist, die Entwicklung der Unternehmen weiterhin zu begleiten.“

Bayern Kapital wurde vor rund zweieinhalb Jahren mit der Verwaltung des mit 100 Millionen Euro ausgestatteten Wachstumsfonds Bayern betraut, der sich seitdem an insgesamt zwölf bayerischen Jungunternehmen beteiligt hat. Ziel des Fonds, der von Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner initiiert wurde, ist die Förderung junger, innovativer High-Tech-Unternehmen. Pro Unternehmen können zwei bis acht Millionen Euro investiert werden. Die Beteiligungen erfolgen nur gemeinsam mit privaten Investoren (VC-Gesellschaften, Corporate-VCs, Family Offices, Business Angels) zu gleichen Bedingungen wie diese („pari passu“), so dass der Erfolg des Investments ohne Bevorzugung einer Seite verteilt wird.

Anfang November wurden Mittel aus dem Fonds in das Münchener Travel-Tech-Start-up Fineway gesteckt, das mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz menschliche Berater bei ihrer Arbeit unterstützen will.