Jede Menge Veranstaltungen für junge Gründer: Düsseldorf wird für eine Woche zur Start-up Metropole.

Kommende Woche verwandelt sich Düsseldorf in eine Start-up Metropole: Vom 11. bis zum 17. April finden insgesamt 39 spannende Events rund um das Thema Start-ups statt – und das in der ganzen Stadt. Die Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt möchte damit den „Start-up Spirit“ nach Düsseldorf bringen. 135 Start-ups gibt es derzeit in Düsseldorf, darunter Emmas Enkel, Trivago und Auxmoney. Zusammen haben sie in den vergangenen Jahren zehn Jahren 2100 Jobs geschaffen.

Wir haben mit André Boschem gesprochen, der als stellvertretender Leiter im Amt für Wirtschaftsförderung zuständig für die neu ins Leben gerufene Start-up Unit ist.

Die Start-up-Förderung ist dem Oberbürgermeister, Thomas Geisel, eine Herzensangelegenheit. Warum eigentlich?
André Boschem: Die Gründungsaktivitäten in der Stadt müssen verstärkt werden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Düsseldorf hat schließlich das Potential eine bedeutende Start-up Metropole zu werden. Immerhin haben die Start-ups in den vergangenen Jahren über 2100 Arbeitsplätze geschaffen und das zeigt, welche Bedeutung ihnen für unseren Wirtschaftsstandort zugemessen werden kann.

Außerdem gibt es viele traditionelle Unternehmen, die – wie etwa die Metro – immer mehr auf Start-ups setzen.
Das stimmt – und ist einer der großen Vorteile dieser Stadt. Wir können jederzeit auf die Nähe zu großen Unternehmen bauen, für die die eine oder andere Idee sicher auch von Vorteil ist. Außerdem sind viele international agierende Firmen in der Stadt, die bei einer schnellen Expansion helfen könnten.

Sie leiten die Start-up-Unit der Stadt. Was ist deren konkrete Aufgabe?
Wir haben uns einen insgesamt vierstufigen Zeitplan überlegt und wollen insbesondere beim Wachsen und Etablieren des Business helfen: Eine Idee davon ist die kommende Woche beginnende Start-up Woche mit vielen Veranstaltungen für Menschen, die mit ihrer Gründung gerade am Anfang stehen, aber auch solche, die sich schon etabliert haben. Danach sollen Pitch-Events veranstaltet werden, bei denen Start-ups sich potentiellen Investoren präsentieren können. In einer dritten Stufe wollen wir die Infrastruktur weiter ausbauen zum Beispiel für Hochschulgründer – schließlich bergen die vielen Hochschulen und Universitäten Ideen, die manchmal nur auf eine Umsetzung warten. Und viertens wollen wir den Startups bei der Internationalisierung helfen: Start-ups können sich um ein Reisestipendium bewerben, um weltweit zu Konferenzen reisen, und dort die Ideen vorstellen zu können oder sich Ihrer Branche auf den Weltleitmessen in Düsseldorf präsentieren.