Das französische Portal kauft einen Konkurrenten auf dem Heimatmarkt. Die Transaktion soll aber auch mehr Schwung ins deutsche Geschäft bringen.

MonDocteur hat bald ausgedient: Das französische Software-Unternehmen wurde jetzt von Konkurrent Doctolib übernommen. Beide Portale richten sich an Ärzte und wollen mit ihrer Plattform vor allem die Terminvergabe in Praxen und Kliniken vereinfachen. Nach eigenen Angaben wird Doctolib damit zu einer der weltweit größten Plattformen mit diesem Zweck. In Deutschland ist unter anderem die Burda-Tochter Jameda mit ähnlichen Angeboten unterwegs.

Wie viel Geld Doctolib an die MonDocteur-Gesellschafter zahlt, zu denen die drei Gründer sowie die Unternehmensgruppe Lagardère Active gehören, wurde nicht bekannt. Kapital dürfte jedoch da sein: Doctolib hatte in den vergangenen beiden Jahren jeweils umfangreiche Finanzierungsrunden in einer Gesamthöhe von 50 Millionen Euro abgeschlossen

200 neue Mitarbeiter in Deutschland

Auch in Deutschland soll die Transaktion für mehr Schwung sorgen. Nach eigenen Angaben nutzen bereits mehr als 2000 Ärzte, vor allem in großen deutschen Städten, den Dienst und zahlen dafür jeweils einen niedrigen dreistelligen Betrag im Monat. Die Mitarbeiterzahl hierzulande ist im Laufe des vergangenen Jahrs von 30 auf 60 angestiegen.

Weitere 200 Angestellte sollen alleine in den kommenden Monaten dazukommen und unter anderem in einem „Innovation Center“ in Berlin an Technik und Vertrieb arbeiten. „Künftig können wir unseren Fokus noch stärker auf das Wachstum in Deutschland legen, da wir durch den Zusammenschluss mit MonDocteur zusätzliche Expertise und Mitarbeiter aus dem Technologie-Umfeld für uns gewinnen“, sagt Simon Krüger, Mitgründer und verantwortlich für das deutsche Geschäft.