Dinnery hat in der Höhle der Löwen richtig abgesahnt: Das Start-up liefert ein Drei-Gänge-Menü bequem nach Hause. Warum Rocket Internet für die Gründer keine Konkurrenz ist.

95.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile wollten Marcus Läbe und Ricardo Diaz für ihr Start-up, das Essen in Restaurantqualität nach Hause bringt. Lencke Steiner will sofort probieren, Vural Öger auch. Die beiden Gründer präsentieren das Löwen-Menü: Kraftbrühe vom Rind, Rinderfilet mit roten Zwiebeln und Bratkartoffeln und eine Herrencreme. Und es schmeckt. Jochen Schweizer hält das Geschäftsmodell für „hochrelevant“. Frank Thelen sieht das Geschäftsmodell nicht und steigt aus, vor allem auch, weil er selbst schon mal gescheitert ist. Auch Judith Williams steigt aus. Am Ende investieren Lencke Steiner, Vural Öger und Jochen Schweizer 100.000 Euro und bekommen dafür 26 Prozent der Firmenanteile.

Im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer erklärt Gründer Marcus Läbe, warum Konkurrenz das Geschäft belebt und was sie von Rocket Internet unterscheidet.

WirtschaftsWoche Gründer: Glückwunsch, Sie haben am Dienstag einen Deal bekommen – und gleich drei Löwen sind eingestiegen. Was steht als nun an?
Marcus Läbe: Gemeinsam mit den drei Löwen bewerten wir nun die Möglichkeiten sinnvoller Kooperationen und Partnerschaften. Ein erster Erfolg ist, dass es ein exklusives Jochen Schweizer Produkt von Dinnery geben wird.

 Wie haben Sie Ihren Auftritt vor den Löwen empfunden?
Wenn man es sich im Nachhinein noch einmal ansieht, merkt man die Nervosität vor der Kamera. Der Pitch dauerte insgesamt anderthalb Stunden – und gestern Abend wurden nur ein Bruchteil davon gezeigt. Aber, obwohl es eine neue Situation war, sind wir ganz zufrieden mit dem Schnitt. Und uns war wichtig, dass das Produkt gut ankam.