Der Weg einer Innovation ist für Gründer oft lang. Die Innovationsagentur »Dark Horse« will mit dem »Digital Innovation Playbook« Abhilfe schaffen. 

Ein Gastbeitrag von Patrick Steller

Was kann nicht alles schiefgehen: Mal versteht der Investor die Idee nicht richtig, mal arbeitet das Team nicht synchron, mal findet der Nutzer den ersten Prototypen unsinnig.

Da kann das »Innovation Board« helfen. Es dient dazu, den aktuellen Zwischenstand eines Projekts festzuhalten, um danach die nächsten Schritte planen zu können.

Und so funktioniert es.

In die einzelnen Felder tragen die Gründer beispielsweise alle Informationen zu ihrem Markt ein oder zu zukünftigen Nutzern. Das Innovation Board ist wie eine riesige Festplatte, auf der Gründer die wichtigsten Daten und Fakten ihres Projekts festhalten – egal, ob es um ein innovatives Produkt oder einen innovativen Service geht. Wohlgemerkt: Nicht alle Fakten, nur die wichtigsten!

Darüberhinaus hilft das Board auch bei der Verständigung im Gründerteam – und zwischen Team und Geldgebern. Denn es legt die Begriffe und Kategorien fest, in denen alle denken und arbeiten.

Das Innovation Board besteht aus drei Modulen: »Explore«, »Create« und »Evaluate«. Sie sind die drei großen Bausteine der Innovationsentwicklung. Sie decken die Bereiche »den Nutzer erforschen«, »Ideen entwickeln und Prototypen gestalten« und »Prototypen testen und Markteintritt vorbereiten« ab.

Eine Besonderheit gibt es bei der Arbeit mit dem Innovation Board: Es gibt weder einen definierten Anfang noch ein definiertes Ende! Wo Gründer mit dem Ausfüllen des Boards starten, ergibt sich aus ihrer Ausgangssituation und ihren nächsten Zielen. Zwei Beispiele: Wollen sie eine Nutzergruppe erst einmal kennenlernen, ist das Explore-Modul der logische Anfang. Gibt es dagegen ein ungetestetes Konzept samt Prototyp, so sollte man ruhig mit dem Evaluate-Modul starten.

Da es also keinen definierten Anfang gibt, gibt es auch keinen unbedingten nächsten Schritt. Stattdessen ist es sinnvoller, dem eigenen Bauchgefühl zu vertrauen und die Felder und Module abzuarbeiten, die am wichtigsten erscheinen: Braucht es etwa doch noch einen neuen Prototypen? Gibt es eine neue, interessantere Nutzergruppe, die erst beim Testen aufgetaucht ist?

Der Weg durch das Board kann dann so aussehen wie in dieser Grafik:

Playbook

 

Klar, das klingt erst einmal ungewöhnlich. Aufs Bauchgefühl vertrauen statt belastbare Zahlen und Fakten zu generieren? Aber ist es nicht das Wesen von Innovationen, dass sie sich nicht in strikte Prozesse und feste Korsetts pressen lassen?

Das Innovation Board hilft, die Idee samt Lösung auf einen Blick darzustellen, zu präsentieren und zu bewerten. Wichtig ist nur, dass es zu allen Feldern des Boards belastbare Informationen gibt, um das Restrisiko eines Scheiterns auf dem langen Weg der neuen Produkt- oder Serviceidee bis zur finalen Umsetzung möglichst gering zu halten. Komplett risikolos ist die Umsetzung der Innovation dann trotzdem nicht – sonst könnte sie ja jeder Gründer am Fließband herstellen…

Das Buch: Digital Innovation Playbook — Das unverzichtbare Arbeitsbuch für Gründer, Macher und Manager, 2. September 2016, 320 Seiten, 34 Euro.

Mehr Information über das Digital Innovation Playbook und kostenlose Downloads aller im Buch verwendeten Templates: www.digital-innovation-playbook.de

Und Informationen über Dark Horse: www.thedarkhorse.de