Jungunternehmer können ab sofort an allen zwölf Standorten der Initiative einen von mehr als 100 flexiblen Arbeitsplätzen beziehen und sich so intensiver vernetzen.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, heißt es – und das gilt ab sofort auch für alle Teilnehmer der Digital Hub Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Wie WirtschaftsWoche Gründer exklusiv erfuhr, erhalten die Jungunternehmer ab heute die Möglichkeit auch außerhalb ihres Firmensitzes  in einem der zwölf deutschen Hubs arbeiten zu können. Die sogenannte Start-up-Card für die Gründerinnnen und Gründer ermöglicht eine flexible und spontane Nutzung von Arbeitsplätzen außerhalb des Heimatortes.

Die Start-ups sollen so vor Ort in den Hubs nicht nur vom Austausch mit Konzernen, Mittelständlern und Wissenschaft, sondern auch von der übergreifenden Vernetzung der Digital Hubs untereinander profitieren. „Wir freuen uns, dass sich die zwölf Digital Hubs dazu bereit erklären, insbesondere für Gründerinnen und Gründer aus ganz Deutschland ihre Türen zu öffnen. Vernetzung darf nicht nur ein Schlagwort bleiben, sondern muss jeden Tag mit Leben gefüllt werden. Durch unsere bundesweite Infrastruktur wollen wir als Community für Start-ups in Deutschland einen echten, praktischen Mehrwert bieten“, sagt Karolin Hewelt von der Hub Agency.

Im Rahmen der 2017 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie ins Leben gerufenen Initiative sollen sich Start-ups, Wirtschaft und Wissenschaft vernetzen, um gemeinsam digitale Innovation zu schaffen und dem Gründerstandort Deutschland Aufwind zu geben. Hierfür fördert sie den Aufbau und die Vernetzung zwölf Digitaler Hubs mit spezifischen Themenschwerpunkten unter der gemeinsamen Dachmarke „de:hub“.

12 Hubs mit 400 Start-ups

Um Gründer und Investoren aus dem Ausland für den Digitalstandort Deutschland zu gewinnen, werden in den zwölf Hubs konkrete Programme für die Herausforderungen der Digitalisierung entwickelt. Zu den Digital Hubs zählen Berlin (IoT & Fintech), Dortmund (Logistics), Dresden/Leipzig (Smart Systems & Smart Infrastructure), Frankfurt/Darmstadt (Fintech & Cybersecurity), Hamburg (Logistics), Karlsruhe (Artificial Intelligence), Köln (Insurtech), Mannheim/Ludwigshafen (Digital Chemistry & Digital Health), Nürnberg/Erlangen (Digital Health), München (Mobility & Insurtech) , Potsdam (Mediatech) und Stuttgart (Future Industries).

Insgesamt stellen die Digital Hubs zusammen derzeit mehr als 100 flexible Arbeitsplätze zur Verfügung, die noch weiter ausgebaut werden. Innerhalb der Hub Initiative sammeln sich aktuell über 400 Start-ups aus ganz Deutschland und bilden damit eine der größten Start-up-Communities Deutschlands.