Die Gründer von Prezit, Nero, Vegdog, Calimoto, Lazys und Aspuraclip hoffen auf eine Finanzspritze der prominenten Fernseh-Investoren.

Es sind Handschläge mit Sicherheitsnetz: Wenn die Juroren und Gründer sich bei „Die Höhle der Löwen“ vor laufender Kamera auf ein Investment einigen, kann das hinterher noch widerrufen werden. Gleich zwei Start-ups berichteten nach der Sendung vergangene Woche von geplatzten Deals: Die Lkw-Werber von Roadads Interactive wurden sich doch nicht mit Georg Kofler und Carsten Maschmeyer einig, berichtete Gründer Andreas Widmann im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer. Einen Teilrückzieher machten die Gründer des Brauseherstellers Waterdrop, wie bei Gründerszene zu lesen war. Demnach durfte beim Wiener Start-up zwar Dagmar Wöhrl einsteigen, Ralf Dümmel blieb dann aber doch außen vor.

Die Fälle zeigen einmal mehr: Geschäftliche Entscheidungen sind im wahren Leben nicht so schnell getroffen, wie es die unterhaltsam zugeschnittenen Pitches in der Show suggerieren. Dafür ist den Start-ups nicht nur die Aufmerksamkeit der Investoren, sondern auch die des Fernsehpublikums gewiss. Welche Geschäftsideen in der heutigen Folge vorgestellt werden, verrät die Kurzvorschau:

Prezit
Aufgewachsen in einer siebenköpfigen Familie, nervte Alex Baechler der immer volle Mülleimer. 2015 hatte der Maschinenbauingenieur dann die Idee zu Prezit: einen Abfalleimer mit Komprimierfunktion. Dank des ausgeklügelten Designs muss man nicht mehr mit der Hand pressen, sondern stellt sich einfach auf den geschlossenen Eimer. Durch ein Arretiersystem verbleibt Prezit in der gepressten Position – und sorgt dafür, dass der Inhalt verformt bleibt. In Abfallsäcke soll so die zwei- bis dreifache Menge passen. In einem zweiten Schritt hat 32-jährige Schweizer ein komplettes System mit einer Auszugschublade entwickelt, in die der Komprimier-Eimer integriert ist. Nun wünscht er sich einen vertriebserfahrenen Partner, der für 25 Prozent der Firmenanteile 125.000 Euro investiert.

Nero
Nachhaltiger Grillkohle haben sich Aaron Armah (35) und Jakob Hemmers (35) verschrieben. Ihr Augsburger Start-up Nero stellt Brennstoff her, der umweltfreundlich und hochwertig zugleich sein soll. Den Anstoß dafür hat eine Reise nach Ghana gegeben – dort haben die Gründer erlebt, wie Grillkohle aus Tropenholz produziert wird. Nun kaufen sie heimisches Holz bei bio-zertifizierten Forstbetrieben und stellen die Kohle in einem Werk her, das nebenher Strom erzeugt. Innerhalb eines Jahres konnten sie ihr Produkt in über 700 Märkten in Deutschland, Österreich und Luxemburg platzieren. Auf diesen Erfolg möchten sie aufbauen und haben eine ganze Markenwelt zum Thema Grillen entwickelt. Ihr Angebot: 100.000 Euro für zehn Prozent der Firmenanteile.

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