Die Deutsche Bank gründet eine “Digitalfabrik” und die (männliche) deutsche Netzprominenz eine Internet-Allianz. Was dahinter steckt: Im Wochenrückblick. 

Wie reagiert die deutsche Wirtschaft auf die Digitalisierung und neue Herausforderer wie Airbnb, Uber & Co.? Zu diesem Dauerthema gab es auch in dieser Woche Neuigkeiten. Zum einen die Gründung der Internet Economy Foundation. Die neue Internet-Allianz hat mit Ralph Dommermuth, René Obermann, Oliver Samwer oder Klaus Hommels illustre Namen versammelt – allerdings nicht eine einzige Frau gefunden. Inhaltlich ist das Programm der IEF eine Kampfansage an die US-Konzerne. Mit ihren Forderungen nach mehr Regulierung dürfte sie bei der Politik offene Türen einrennen.

Eine Debatte über die dominanten Player der digitalen Welt fordert auch unser Kolumnist Niklas Veltkamp, er warnt dabei jedoch vor voreiligen Verboten. Es kommt darauf an, das richtige Maß zu finden, zwischen einem neuen Protektionismus auf der einen Seite und einem notwendigen Einschreiten, wenn Marktmacht missbraucht wird, auf der anderen Seite. Grundvoraussetzung dafür ist jedoch, die Mechanismen der Digitalwirtschaft zu verstehen. Wenn sechs von zehn Geschäftsführern und Vorständen deutscher Unternehmen jedoch noch nicht einmal wissen, was hinter dem Begriff “Plattformökonomie” steckt, wird einmal mehr deutlich, wieviel Nachholbedarf hier noch besteht.

Aufholen gegenüber Fintechs will auch die Deutsche Bank. Das Institut hat dazu eine “Digitalfabrik” gegründet, in der 400 Mitarbeiter neue digitale Angebote entwickeln sollen. Ein Beispiel: Per App Geld an Freunde schicken. Bis 2020 will die Bank etwa 750 Millionen Euro in die Digitalisierung investieren.

Und noch so ein deutsches Phänomen: Obwohl Mädchen im Schnitt bessere Noten haben, häufiger Abitur machen und an den Universitäten in der Mehrheit sind, machen sie sich viel seltener selbstständig. Nirgends in Europa gründen Frauen so selten wie in Deutschland. Dass es anders geht, zeigen fünf Unternehmerinnen, die wir in hamburg getroffen haben.