EMH Partners investiert in den Coworking-Space-Anbieter Design Offices. Das Geld soll unter anderem in die Expansion nach Österreich und in die Schweiz fließen.

Der Nürnberger Coworking-Space-Anbieter Design Offices erhält 60 Millionen Euro von der Münchner Beteiligungsgesellschaft EMH Partners und dem bisherigen Investor Art-Invest Real Estate.

Das frische Kapital soll insbesondere in den Aufbau weiterer Standorte in Deutschland sowie in die Expansion nach Österreich und in die Schweiz investiert werden.

EMH Partners erwirbt mit der Beteiligung, die via Kapitalerhöhung realisiert wird, einen signifikanten Minderheitsanteil an Design Offices. Der Gesellschafter Art-Invest Real Estate, der sich ebenfalls an der Kapitalerhöhung beteiligt, und der Unternehmensgründer Michael O. Schmutzer bleiben weiterhin am Unternehmen beteiligt.

„Ein stark skalierbares Geschäftsmodell“

„Dank der Digitalisierung verändert sich unsere ganze Arbeitswelt. Noch nie war der Wunsch nach flexiblem Arbeiten stärker als heute, Projektarbeit wird dabei immer wichtiger. Damit tut sich ein enormer Raumbedarf außerhalb der Unternehmen auf. Als einer der absoluten Pioniere im Markt für New Work und Coworking hat Design Offices diesen Trend nicht nur früh erkannt, sondern maßgeblich geprägt. Das Unternehmen ist in einem dynamischen Markt mit einem stark skalierbaren und profitablen Geschäftsmodell auf der Pole Position“, sagt Thomas von Werner, Partner von EMH Partners.

Mehr als 20 Standorte in 10 deutschen Großstädten

Design Offices wurde im Jahr 2008 mit der Vision gegründet, für jede Arbeitssituation die ideale und hoch flexible Arbeitsumgebung zu schaffen. Mittlerweile betreibt das Unternehmen 20 Standorten in zehn deutschen Städten, darunter Berlin, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und Leipzig, mit einer Fläche von insgesamt 75.000 Quadratmetern und beschäftigt eigenen Angaben zufolge rund 250 Mitarbeiter. Bis 2019 will das Unternehmen das Flächenangebot auf bis zu 200.000 qm ausweiten.

Design Offices trifft auf diesem Markt auf eine Reihe von Konkurrenzunternehmen, darunter One Coworking, das sich speziell an vielreisende Freelancer richtet, das weltweit aktive Rent24  oder das israelische Start-up Mindspace, das mehrere Niederlassungen in Deutschland betreibt und im Dezember des vergangenen Jahres den Sprung über den Atlantik gewagt hat.