Der Marktplatz für handgemachte Kleidung und Accessoires schraubte im vergangenen Jahr an der Strategie. Jetzt steigt der Umsatz und der Verlust sinkt.

Schwarz ist schick – zumindest, wenn es um die Zahlen in der Buchführung geht. Der mittlerweile schon elf Jahre alte Online-Marktplatz Dawanda hat nach eigenen Angaben im Herbst des vergangenen Jahres die schwarzen Zahlen erreicht, seit dem vierten Quartal arbeite man profitabel, teilte das Unternehmen jetzt mit.

Dawanda gelang es, den Umsatz im vergangenen Jahr um mehr als 20 Prozent auf nun 16,4 Millionen Euro zu steigern. Entscheidenden Anteil daran dürfte auch eine deutliche Erhöhung der Verkaufsprovision zum Jahresbeginn 2017 gehabt haben. Dieser Schritt hatte in der stark engagierten Community der Anbieter auf der Plattform für einige Diskussionen gesorgt. Nach Angaben von Dawanda haben sich seit Gründung 360.000 Kreative auf der Plattform als Verkäufer registriert.

Insgesamt bleibt das Portal jedoch noch in den roten Zahlen. 2017 schloss Dawanda mit einem Verlust von einer Million Euro ab – nach vier Millionen Euro Minus im Vorjahr. „Wir investierten dabei vor allem in die stetig steigende Bekanntheit und in den Ausbau unserer Marktführerschaft – das funktioniert nicht ohne hohe Marketing- und Personalkosten“, sagt Gründerin und Geschäftsführerin Claudia Helming. Beim Personal hatte Dawanda zuletzt jedoch deutlich gespart: Im vergangenen Juni hatte die Plattform angekündigt, etwa ein Viertel aller Mitarbeiter zu entlassen.