Mehr als 30 Frauen haben einen Forderungskatalog zur Förderung von Gründerinnen geschrieben. Das Manifest wurde an EU-Digitalkommissar Oettinger übergeben.

Auf der Cebit sticht der Mangel an Frauen in der Digitalwirtschaft besonders ins Auge. „Und wenn man Frauen sieht, sind es Hostessen“, sagt Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung. Eine Ausnahme und die wohl größte Ansammlung weiblicher Unternehmer  im Rahmen der Digitalmesse in Hannover war das Gründerinnen-Treffen am Montag.

„Gründerinnen sind ein Normal- und kein Spezialfall“, sagen sie selbst. Und doch gibt es spezifische Themen und Probleme, die bei Veranstaltungen, wie dem Female Founders Camp in weiblicher Runde besprochen werden. „Es gibt schwierig anzusprechende Hardcorethemen“, sagt Stephanie Renda, Gründerin von Match2Blue, beispielsweise, wie man damit umgehe, wenn einen die Kunden eher als Frau statt als Auftragnehmer behandeln.

Um solchen Austausch zu fördern, organisieren Joost und die Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium, Brigitte Zypries, seit dem vergangenen Jahr regelmäßig Start-up-Frühstücke für Gründerinnen. Dabei entstand die Idee, in Anlehnung und Ergänzung des EU-Start-up-Manifestos einen Forderungskatalog speziell für Frauen zu entwickeln.