Das Müncher Fintech-Unternehmen Scalable Capital bietet eine Vermögensverwaltung schon ab 10 000 Euro an.

Während Vermögensverwalter oft ein hohes Startkapital verlangen, können Anleger bei Scalable Capital ab 10 000 Euro anlegen. „Jemand, der jedes Risiko ausschließen möchte, ist bei uns falsch. Aber wir versuchen, Risiken so transparent und konstant wie möglich zu halten“, sagt Mitgründer Erik Podzuweit.

Zwölf Monate lang hat das Gründerteam an der Technologie gearbeitet, die auf Basis der von den Nutzern eingegebenen Daten in Portfolien aus Aktien, Anleihen und Rohstoffen investiert. Gekauft werden börsengehandelte Indexfonds (ETF). Eine Software überwacht die Anlage und soll bei veränderten Rahmenbedingungen Geld von einer Anlageklasse in die andere umschichten.

Scalable Capital konnte bereits mehr als 500 Kunden gewinnen und finanziert sich über eine jährliche Verwaltungsgebühr von 0,75 Prozent der Anlagesumme. Das Start-up ist eines der wenigen mit Erlaubnis der Finanzaufsicht BaFin für die Verwaltung von Kundengeld.

Parallel zu Deutschland hat das Unternehmen auch eine Lizenz des britischen Regulierers FCA erhalten, um sein Konzept auch auf der Insel anzubieten. „Neben Deutschland kennen wir uns dort am besten aus“, sagt Podzuweit: Drei seiner Mitstreiter haben in Großbritannien gelebt und gearbeitet, einer ist Brite. Vier der Gründer kennen sich zudem aus ihrer Zeit bei der Investmentbank Goldman Sachs. In einer ersten Finanzierungsrunde konnte das Start-up vier Millionen Euro einsammeln.

Steckbrief

Scalable Capital
Gründung: Dezember 2014
Gründer: Florian Prucker (Foto l.), Erik Podzuweit (Foto r.), Patrick Pöschl, Adam French und Stefan Mittnik
Mitarbeiter: 27
Finanzierung: u. a. German‧ Startups Group, Holtzbrinck Ventures sowie Business Angels