Das Start-up setzt verstärkt auf das Geschäft mit Unternehmenskunden. Zur der Ausrichtung passt der neue Leadinvestor – ein B2B-Spezialversandhändler.

23 Prozent Nachlass auf das Lenovo-Notebook, 38 Prozent auf den Akku-Rasentrimmer von Black & Decker: Mit zeitlich begrenzten Aktionen und exklusiven Preisen für angemeldete Nutzer lockt der Marktplatz Crowdfox. Einen attraktiven Deal hat nun auch das gleichnamige Start-up abgeschlossen – 4,7 Millionen Euro kamen bei der jüngsten Finanzierungsrunde zusammen. Ankerinvestor ist die Takkt Beteiligungsgesellschaft, eine Tochtergesellschaft des in Stuttgart ansässigen B2B-Spezialversandhändlers.

Eingeschlossen in der Summe sind zwei Millionen Euro, die Crowdfox bereits im April als Wandelanleihe platziert hat. Bei dieser Finanzierung haben die Investoren das Recht, den vergebenen Kredit auf Wunsch in eine Unternehmensbeteiligung umzuwandeln. Im vergangenen Frühjahr hatte Crowdfox bereits fünf Millionen Euro eingesammelt. Auch das Online-Vergleichsportal Idealo ist im vergangenen Jahr als Investor eingestiegen.

Wachsendes B2B-Geschäft

Mit dem frischen Kapital will das Kölner Start-up, das über 60 Mitarbeiter beschäftigt, sein Wachstum beschleunigen. Gegenüber Wirtschaftswoche Gründer hatten die Gründer im März angekündigt, eine Internationalisierung vorzubereiten. Auch das Firmenkundengeschäft soll weiter ausgebaut werden. Im B2B-Bereich der Plattform sind derzeit nach Angaben von Crowdfox über 6,5 Millionen Artikel gelistet – der Umsatz habe sich im vergangenen Quartal verdoppelt.

Punkten will das Start-up bei Firmenkunden außer mit günstigen Preisen mit einem geringen buchhalterischen Aufwand: Die Rechnung kommt stets von Crowdfox, auch wenn hinter den angebotenen Produkten verschiedene Lieferanten stehen. Wolfgang Lang, Gründer und Geschäftsführer von Crowdfox, fühlt sich durch den Einstieg von Takkt bestätigt: „Die Tatsache, dass es sich dabei um Investoren mit tiefer Marktkenntnis handelt, bestärkt uns zusätzlich auf unserem Weg mit Crowdfox.”