Das Berliner FinTech Cringle steht vor dem Aus. Es sei nicht gelungen ausreichend Geldgeber für ein europaweites Wachstum zu gewinnen. 

Fast auf den Tag genau ein Jahr ist es her, dass das Berliner Payment Start-up per Crodwfunding nach Investoren suchte, um „in weiteren europäischen Märkten Pilotkunden für unsere Cringle-App und Cringle-API zu gewinnen, um die Basis für die Internationalisierung zu stärken“.

Die Kampagne verlief erfolgreich, dennoch musste das 2014 an den Start gegangene Unternehmen jetzt vorläufig Insolvenz anmelden. Es sei nicht gelungen Investoren an Bord zu holen, die bereit waren diesen nächsten Schritt mitzugehen.

„Liebe Cringle-Freunde, mit eurer Unterstützung haben wir Cringle in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten mobilen Zahlungslösungen in Deutschland gemacht. Doch trotz stetiger Weiterentwicklung des Produktes und positivem Nutzerfeedback mussten wir heute schweren Herzens einen Insolvenzantrag stellen“, schreiben die Gründer auf ihrem Blog.

Die Geschäfte werden zunächst fortgeführt, Nutzer können den Dienst wie gewohnt weiter nutzen, heißt es weiter.

Mit Cringle können Nutzer in kurzer Zeit per App Geld an ihre Freunde senden oder von ihnen erhalten, beispielsweise um gemeinsam eine Restaurantrechnung zu begleichen. Das Geschäft ist jedoch hart umkämpft: PayPal sowie eine Reihe von Banken und auch Sparkassen ermöglichen solche Geldsendungen; in den USA mischt auch Apple auf dem Gebiet mit. Genau dieses Übermaß an Konkurrenz durch Google, Apple, Facebook und Amazon fürchteten auch die Investoren, so die Cringle-Gründer: „Das Rennen um den Nutzer ist in vielen Augen bereits verloren”, lassen sie die Nutzer auf dem Blog wissen.

Dennoch sei man zuversichtlich und hoffe auf eine langfristige Lösung – auch, um die ingesamt 15 Mitarbeiter halten zu können.