Das Frankfurter Insurtech spezialisiert sich auf Angebote, die für Nischenmärkte absichern. Mit einer neuen Finanzierung will man die Palette an digitalen Produkten noch ausweiten.

Eine Hundehaftpflichtversicherung, Absicherung für Drohnenpiloten und Policen für Brillenträger: Covomo setzt auf seiner Plattform auf einen umfangreiches Angebot für Spezial- und Zusatzversicherungen, die sich online vergleichen und buchen lassen. Zudem bietet das Start-up auch noch ein Tool an, dass andere Versicherungsmakler, Verbraucherportale oder Online-Shops in ihre eigenen Webseiten einbinden kann.

An das Paket glauben jetzt neue und alte Investoren: Covomo kann den Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von zwei Millionen Euro verkünden. Neu als Geldgeber dabei sind der staatliche TFH III Technologiefonds Hessen und der ehemalige EQT-Manager Michael Föcking. „Die Verbindung von situativem, hoch spezialisierten Versicherungsschutz und der Vereinfachung von Maklerprozessen im B2B-Bereich verspricht langfristigen Erfolg“, sagt Jürgen Zabel, Geschäftsführer des TFH III Technologiefonds Hessen. Erneut investiert haben Altinvestoren, zu dem auch der 2004 gegründete Versicherungsvermittler Policen Direkt gehört.

Mit dem neuen Kapital sollen neue Mitarbeiter zu dem aktuell 20-köpfigen Team geholt werden. Zudem plant man eine deutliche Erweiterung des Angebots – hält sich mit Details dazu jedoch noch zurück. „Diese Finanzierungsrunde ermöglicht es uns, das Produktangebot auszuweiten, unser Team zu verstärken und damit unser eingeschlagenes Wachstumstempo weiter zu erhöhen“, lässt sich Covomo-Geschäftsführer Eberhard Riesenkampff in einer Pressemitteilung zitieren.

Den Weg hin zu einem möglichst hohen Grad der Digitalisierung gehen zahlreiche der sogenannten Insurtechs. Im vergangenen Jahr ging etwa das Start-up Coya mit zehn Millionen US-Dollar und großen Plänen für eine digitalisierte Sachversicherung an den Start. Der Versicherungs-Marktplatz WeFox kündigte ebenfalls an, eine Hausratsversicherung ins Leben zu rufen.

Insgesamt sahen Experten zuletzt den lange gefeierten Markt der Versicherungs-Start-ups kritisch. Im Dezember sah die Unternehmensberatung Oliver Wyman eine weitere Konsolidierung auf dem Markt voraus. „Wir beobachten, dass die Angriffslust vieler Insurtechs einem Kooperationswillen mit dem Establishment weicht“, sagte damals Policen-Direkt-Geschäftsführer Nikolai Dördrechter, der die Erstellung des Marktreports unterstützte.