Das Augsburger Start-up baut Programme, mit denen sich Kunden bei Technikproblemen helfen können. Geld kommt jetzt auch von einem ersten Kunden.

Selbsthilfe statt Service-Hotline: Mit einer Software, die Verbrauchern bei Technikproblemen den Weg durch die Warteschleife ersparen soll, ist das Augsburger Start-up Connac seit vergangenem Jahr unterwegs. Nach Informationen von WirtschaftsWoche Gründer hat das Statt-up in einer ersten Finanzierungsrunde jetzt eine knappe Million Euro von mehreren Investoren erhalten.

Das Geld stammt unter anderem vom regional fokussierten Startkapital-Fonds Augsburg – Conntac entstand als Ausgründung der örtlichen Hochschule. Man sehe Potenzial auch über die Telekommunikationsbranche hinaus, lässt sich der neue Unterstützer zitieren. Auch Bayern Kapital, eine Tochter der staatlichen bayerischen Förderbank, beteiligt sich an dem Start-up.

Enger Kontakt zu O2

Weiteres Kapital kommt vom ersten großen Kunden: Für die Telefónica Deutschland-Marke O2 hat Conntac eine Self-Service-Anwendung entwickelt, mit den deren Nutzer bei Problemen mit ihrer Internetverbindung schneller Hilfe erhalten können. Dabei greift die App automatisch auf Netzwerkmessungen und Netzstörungen zurück und versucht so, Hilfe anzubieten. Nach eigenen Angaben wurde die O2-App, die seit Anfang des Jahres verfügbar ist, mehr als 20.000 Mal heruntergeladen.

Einen ersten Anschub gab es bereits vorher: Conntac erhielt eine erste finanzielle Unterstützung durch den Konzern bereits im vergangenen Jahr. Als Teil des konzerneigenen Accelerators Wayra, der sich in der aktuellen Finanzierung beteiligt, wurde das Start-up so mit auf den Weg gebracht. Im zweiten Schritt wurde jetzt auch gemeinsam die App entwickelt und auf den Markt gebracht – solche Kooperationen sind seit einer Neuausrichtung des Accelerators im vergangenen Jahr das erklärte Ziel bei der Start-up-Förderung.

Im nächsten Schritt dürfte das Start-up aber durchaus auch auf andere Konzerne außerhalb der Telekommunikationsbranche blicken. „Wir werden in Zukunft auch in anderen Bereichen und Branchen an entsprechenden Lösungen arbeiten“, sagt Conntac-Geschäftsführer Benjamin Wöhrl.