Für eine Wachstumsfinanzierung bittet Companisto seine angemeldeten Mitglieder sich zu beteiligen und Anteilseigner zu werden. Warum die Gründer diesen Weg einschlagen.

Wenn Unternehmer eine Idee vorantreiben, an ihren Erfolg glauben und sie dann direkt fürs eigene Geschäft nutzen, dann schließt sich der Kreis. Und so läuft es gerade bei der Crowdinvesting-Plattform Companisto. Das Start-up hat sich mit seinem Crowdinvesting-System auf die Fahne geschrieben, anderen Start-ups mithilfe der Crowd eine Finanzierung zu vermitteln und eine Chance auf dem Markt zu bieten. Jetzt holt es sich ein weiteres Mal es selbst die Unterstützung der Crowd.

Beim Crowdinvesting, dem equity-based Crowdfunding, geht es für die Geldgeber nicht, wie beim rewarded-based Crowdfunding, etwa um ein bestimmtes Produkt, wie ein Lautsprecher, eine Uhr oder ein Musikalbum, das sie am Ende geliefert bekommen, sondern um ein Investment in ein Start-up. Die Crowdinvestoren werden über eigenkapitalähnliche Beteiligungen am wirtschaftlichen Erfolg der finanzierten Projekte beteiligt. Das ist das Modell, mit dem auch Companisto (über erfolgsbasierte Gewinnbeteiligung in Höhe von zehn Prozent) sein Geld verdient – als Vermittler zwischen Investoren der Crowd und den Start-ups.

Aber nicht nur das: „Wir haben uns 2012 selbst mit Crowdinvesting finanziert“, sagt Companisto-Gründer David Rhotert. „Die damaligen Early-Investors sind für uns bis heute wichtige Partner und eine wichtige Quelle von Feedback und der Weiterentwicklung.”

Jetzt, wo eine weitere Finanzierungsrunde ansteht, greifen die Crowdinvesting-Spezialisten auf die Möglichkeiten des eigenen Portals zurück. In einer nichtöffentliche Beteiligungsrunde im geschlossenen Investorenbereich von Companisto bekommt eine ausgewählte Gruppe von Investoren ab Dienstagmittag die Chance, sich an dem Crowdfunding-Start-up zu beteiligen. Das Besondere in diesem Fall: Bei der Beteiligungsmöglichkeit setzen die Gründer „ganz bewusst“ nur auf bereits aktive „Companisten“, also bereits angemeldete Mitglieder des eigenen Crowdinvesting-Portals. Der Grund: „Da es nur eine begrenzte Anzahl von Anteilen gibt, haben wir uns bewusst dafür entschieden unseren bestehenden Companisten als Unterstützer und Believer der ersten Stunde ein Vorrecht einzuräumen”, sagt Rhotert.