Comfylight entwickelt eine Lampe, die ungebetenen Gästen vorgaukelt, es sei jemand daheim. Die Münchner waren vor einem Jahr unser Start-up der Woche. Wir fragen nach bei Geschäftsführer Marcus Köhler: Ein Jahr nach der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne – wann kommt das Produkt?

Die vergangenen zwölf Monate waren…

… am Anfang eine Verunsicherung für uns. Zunächst gingen wir davon aus, dass wir unser Produkt schon im April 2016 ausliefern können. Aber wir haben gemerkt, dass es mit dem chinesischen Lieferanten nicht klappt. Das hat den Zeitplan ziemlich umgeschmissen, aber wir haben konzentriert weitergearbeitet.

Deswegen mussten wir im Mai und im Juni erstmal nach neuen Partnern suchen. Dann konnten wir endlich weiter entwickeln und im Februar 2017 die ersten 200 Produkte bauen. Ende März können wir die ersten Lampen an die Kickstarter-Unterstützer ausliefern. Das hat so lange gedauert, weil wir mit dem chinesischen Zulieferer nicht die gewünschte Qualität hätten liefern können.

Der größte Erfolg …

… war der Moment, als wir den Protoypen endlich in den Händen hielten. Dann wussten wir: Es funktioniert!

Die wichtigste Lektion war …

… dass wir an unserem Plan festgehalten haben – und nicht aufgegeben haben, nachdem der erste Versuch mit dem chinesischen Zulieferer nicht geklappt hat.

Der Umsatz hat sich in den vergangenen zwölf Monaten

… nicht verändert. Wir werden erst ab April Umsatz machen, wenn wir die ersten 4.000 Produkte ausliefern.

Mit dieser Entwicklung sind wir…

… deutlich zufriedener als am Anfang gedacht. Wir haben die Tiefen gemeinsam überwunden und wissen jetzt, wie wir als Team besser funktionieren. Das hat uns zusammengeschweißt.

Schwarze Zahlen…

… wollen wir zu Ende dieses Jahres schreiben. Wenn es im Herbst und Winter wieder dunkler wird, steigt auch die Zahl der Einbrüche. Dann könnte unsere Lampe für viele interessant werden. Der Preis wird bei 129 Euro liegen und ist made in Germany.

Die Zahl unserer Mitarbeiter hat sich…

… von sieben auf acht erhöht. Aber wenn wir dieses Jahr auf dem Markt starten, brauchen wir neue Leute im Bereich Marketing und Vertrieb. Ende 2017 wollen wir 16 bis 20 Mitarbeiter haben.

Für einen Exit …

… ist es noch viel zu früh. Wir haben noch viele Ideen, was wir mit dem Produkt anstellen können.

Die größte Herausforderung in den nächsten zwölf Monaten wird…

… der Marktstart. Wir sind vom Produkt überzeugt und haben es vielfach getestet. Jetzt kommt die spannende Frage: Wie erreichen wir die Kunden? Das werden die nächsten Monate zeigen und da werden wir noch einiges lernen.