Das Berliner Startup CloudControl übernimmt den US-Wettbewerber DotCloud. Die Deutschen können ihr Geschäft mit der US-Übernahme deutlich ausbauen.

Bisher tüftelten die 20 Mitarbeiter des Startups CloudControl rund um Mitgründer und CEO Philipp Strube im als etwas spießig geltenden Berliner Bezirk Charlottenburg, außerhalb des Scheinwerferlichts der Berliner Szene. Kein Wunder, hat sich das 2009 gegründete Unternehmen doch auf das IT-Unternehmensgeschäft spezialisiert, das weniger im Fokus steht als gehypte Apps oder E-Commerce-Firmen. CloudControl vermietet Kunden spezielle Softwaretools, mit denen diese wiederum eigene Cloud-Anwendungen bauen können. „Sozusagen als Werkzeugkasten für die Cloud“, sagt Strube.

Zu seinen Kunden gehören beispielsweise die französische Presseagentur AFP oder Werbeagenturen, die etwa spezielle Gewinnspiel-Apps für Dax-Konzerne erstellen.

Künftig könnte das Mauerblümchen-Dasein vorbei sein: Denn Strube und seine Mitgründer Tobias Wilken und Thomas Ruland übernehmen die Cloud-Sparte von Docker, einem ihrer wichtigsten US-Wettbewerber mit Sitz in San Francisco.

Das unter der Marke DotCloud laufende Geschäft ist mit rund 500 zahlenden Kunden ähnlich groß wie CloudControl. „Das ist eine einmalige Gelegenheit für uns“, sagt Strube. „Wir können unser Geschäft mit einem Schlag verdoppeln – und verfügen jetzt über eine große US-Niederlassung.“