Die App des Fintech-Start-ups Clinc ermittelt, wie viel Berufseinsteiger regelmäßig beiseite legen können, und hilft beim Start zum Vermögensaufbau.

Von Stefan Hajek

Clinc will jungen Leuten etwas beibringen, woran wahrscheinlich deren Eltern oft gescheitert sind: Sparen. „Unser Angebot ist für viele der erste ernsthafte Versuch, ein Vermögen aufzubauen“, sagt Co-Gründer Julien Arnold, der zuvor schon die Finanz-App Numbrs mit gegründet hatte. „Sparen und Geldanlage werden in der Schule nicht vermittelt; wenn sie das erste Mal regelmäßig eigenes Geld verdienen, wissen die meisten Berufseinsteiger nicht, wie viel sie zur Seite legen können“, sagt er.

Dabei soll die App von Clinc helfen. Sie greift auf das Girokonto der Nutzer zu und analysiert, welche Ausgaben regelmäßig und unvermeidbar sind, welche nicht und welche Einnahmen ihnen gegenüberstehen. Die meisten Kunden sind überrascht, wie viel finanziellen Spielraum sie haben. Geld, das die Clinc-Nutzer übrig haben, verschiebt das Start-up auf ein separates Konto. Überschreitet das Guthaben 2500 Euro, macht Clinc automatisch Vorschläge für Geldanlagen.

Steckbrief
Clinc
Gründer: Andreas Sohns und Julien Arnold
Gründung: Januar 2016
Sitz: Berlin
Mitarbeiter: 7
Finanzierung: Bisher ist nur eigenes Geld investiert; eine Runde mit Venture-Capital-Fonds läuft zurzeit