FinTech Erfolge, das persönliche Schicksal eines Gründers und das Ökosystem der Berliner Start-ups haben uns diese Woche beschäftigt.

Daran, dass es auch in der Wirtschaft nicht ausschließlich um Zahlen und Umsätze geht, erinnerte uns diese Woche die Geschichte von Claudius Holler. Der junge Gründer des Hamburger Start-ups Leetmate hat Krebs. Weil er nicht krankenversichert ist, hat er seine Situation auf Youtube öffentlich gemacht und damit eine enorme Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst.

Das Institut für Strategieentwicklung beschäftigte sich in einer Studie mit dem Ökosystem der Berliner Start-ups. Mit 2,1 Milliarden Euro Risikokapital avancierte die Hauptstadt im vergangenen Jahr europaweit zum Investorenliebling Nummer eins – weit vor den deutschen Rivalen München und Hamburg. Selbstüberhebung sei dennoch nicht angebracht, denn es fehlten verlässliche Infos zu Umsatz und Gewinn und auch die Informationen zur Anzahl der jungen Firmen und ihrer Mitarbeiter sei bisweilen nebulös, so die Autoren der Studie.

Gute Nachrichten kamen derweil aus Düsseldorf. Die Landeshauptstadt hat angekündigt in Zukunft mehr für (angehende) Gründer tun zu wollen. Den Anfang macht sie mit der Start-up Woche, die kommenden Montag startet und auf der es jede Menge spannender Veranstaltungen geben wird.

 

Auch für die deutsche FinTech-Szene war es die Woche der großen Erfolge: 33 Millionen Euro erhielt das Hamburger Unternehmen Finanzcheck von den Investoren HarbourVest, Acton Capital Partners und Highland Europe. In München freute sich unterdessen das Team des Start-up Scalable Capital über sieben Millionen Euro. Die Geschäftsführer Erik Podzuweit und Florian Prucker erhielten unter anderem Geld von Holtzbrinck Ventures, Monk’s Hill Ventures, der German Startups Group und Tengelmann, um die Expansion nach Großbritannien voranzutreiben.