Das Insurtech ist weiterhin auf Wachstumskurs. Nach Kooperationen mit Banken kommen nun neue Finanzinvestoren mit an Bord.

Eine Kooperation mit der Ing-Diba, eine Partnerschaft mit N26: Clark, ein Robo-Advisor und Verwaltungsportal für Versicherungen, konnte in den vergangenen Monaten das Netzwerk an Unternehmenskunden deutlich ausbauen. Jetzt legen Investoren kräftig nach: Mehrere Risikokapitalgeber investieren insgesamt 29 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 24 Millionen Euro) in das vor knapp drei Jahren gegründete Start-up.

Die aktuelle Finanzierung, die insbesondere in Tech- und Marketing-Aktivitäten fließen soll, wird von dem auf Finanz-Start-ups spezialisierten Investor Portag3 Ventures und dem Fonds White Star Capital angeführt. Clark habe sich „seit seiner Gründung schnell zu einem führenden Unternehmen im digitalen Versicherungsmarkt entwickelt“, sagt Portag3-Chef Adam Felesky.

Die bisherigen Geldgeber, darunter die deutschen Investoren Coparion und Yabeo Capital, erhöhten nach Angaben von Clark ihre Einlagen. Insgesamt seien nun etwa 37 Millionen Euro in das Unternehmen investiert worden. Größter Anteilseigner bleibt der Company-Builder Finleap. Nach der umfangreichen Finanzierung für das Portfolio-Unternehmen Solarisbank und einem frisch gestarteten Joint-Venture mit der Deutschen Vermögensberatungs AG ist das die dritte Erfolgsmeldung innerhalb kurzer Zeit von Finleap.

Clark setzt für den Wachstumskurs vor allem auf den weiteren Ausbau des Geschäfts mit Banken. Dort ist die eigene Marke für die Endkunden in aller Regel nicht sichtbar – man trete vor allem als Softwaredienstleister auf, sagte Mitgründer Christopher Oster gegenüber dem Handelsblatt. Die Kooperation mit etablierten Instituten gilt als eine sinnvolle Strategie für Fintechs, weil der eigene Aufbau von Kunden und Vertrauen ein teurer und langer Weg ist.

Nach eigenen Angaben verwaltet Clark aktuell etwas über 250 Millionen Euro an Vertragsvolumen. Diese Summe habe sich seit der letzten Finanzierungsrunde im vergangenen Sommer verzehnfacht, so das Start-up.