Das Berliner Unternehmen Citkar erhält eine Kapitalspritze. Mit dem Geld soll unter anderem die Produktentwicklung vorangetrieben werden.

Auf der Homepage des Berliner Mobilitäs-start-ups Citkar unter der Rubrik ´Investoren´ heißt es: “Wir suchen Sie! In die Zukunft der urbanen Mobilität wollen wir nicht alleine gehen. Gehen Sie mit“.

Ein Aufruf, der nun offensichtlich Gehör gefunden hat: Citkar vermeldet den Einstieg eines neuen Geldgebers. Das bayerische Unternehmen TEC Ventures Gmbh, die Beteiligungsfirma von Michael Göde, Inhaber der international tätigen Göde Gruppe, wird künftig Teilinhaber der neu gegründeten Citkar GmbH werden.

Über die konkrete Höhe der investierten Summe wollte das Start-up gegenüber WirtschaftsWoche Gründer keine Angabe machen – beide Seiten hätten diesbezüglich Stillschweigen vereinbart.

Gewerbliche Lieferdienste als Zielgruppe

Die Kapitalspritze will das Start-up vor allem dazu verwenden die Serienreife des von ihm entwickelten Loadsters, einem führerscheinfreien und vollüberdachten E-Cargo-Bike, voranzutreiben. Zunächst stünden die Tests der Vorserienmodelle mit großen Partnern aus der Logistik-Branche im Herbst und Winter im Fokus, im September soll auf der IAA die Präsentation des fast serienreifen Modells folgen. Im Frühjahr sei dann die Markteinführung geplant.

Hauptzielgruppe des Loadster sind derzeit gewerbliche Nutzer im Lieferbereich, denen die Innenstädte zu eng geworden sind. „Parkplätze fehlen, Straßen sind verstopft, Umweltzonen blockieren freies Befahren. Genau das stellt viele Lieferdienste, aber auch gewerbliche Fahrzeugflotten vor eine große Herausforderung“, erklärt Citkar-Gründer Jonas Kremer. Eine Idee, die anzukommen scheint: Man habe in den letzten Monaten bereits 750 Vorbestellungen erhalten, sagt Kremer.

Mit CitKar konnte in dieser Woche bereits das zweite Start-up, das sich das Thema umweltbewusste Mobilität auf die Fahnen geschrieben hat, einen Erfolg vermelden. Auch das Car-Sharing Start-up Getaway verkündete den Einstieg von Investoren.