Nach einem Zwischenruf im Landtag hält FDP-Chef Christian Lindner eine flammende Rede für das Scheitern – und landet einen viralen Hit.

Mit einer Wutrede hat Christian Lindner einen viralen Hit gelandet – ausgerechnet zum Thema Scheitern. Dabei wollte der FDP-Vorsitzende vor dem Landtag in Nordrhein-Westfalen eigentlich nur eine allgemeine Rede über die deutsche Gründungskultur halten. Doch der Einwurf eines SPD-Abgeordneten änderte dies radikal.

Als der Liberale Lindner gerade darüber sprach, wie Existenzgründer individuellen Aufstieg und Arbeitsplätze sicherten, erinnerte ein Abgeordneter den Liberalen mit einem Zwischenruf an dessen eigenes Scheitern als Gründer. Lindner hatte in der Phase der New Economy in den Nuller Jahren ein Unternehmen gegründet, doch es ging nach nur 18 Monaten insolvent, zwei Millionen Euro gingen verloren.

Christian Lindner ließ den verbalen Angriff auf seine Pleite als Gründer jedoch nicht auf sich sitzen. Stattdessen hielt er ein flammendes Plädoyer zum Thema Scheitern. „Das ist einer der Gründe, warum die Leute lieber in den öffentlichen Dienst, statt zu gründen“, schimpfte der FDP-Chef. Wenn man scheitere, sei man sich „Spott und Häme“ sicher, so Lindner weiter.

„So, das hat Spaß gemacht“

Mit ihm könne man es ja machen, sagte der Liberale. Doch er machte darauf aufmerksam, dass das Signal an potentielle Gründer verheerend sei: „Welchen Eindruck macht so ein dämlicher Zwischenruf wie Ihrer auf irgendeinen gründungswilligen Menschen?“, fragte der FDP-Chef.

Das Video, das Lindners Ausbruch zeigt, hat inzwischen mehr als 32.000 Klicks. Lindner dürfte das freuen. Schließlich konstatierte er schon nach dem Ausbruch selbst mit einem Lächeln: „So, das hat Spaß gemacht.“