Das Start-up erhält 1,4 Millionen Euro von neuen und bestehenden Investoren. Das wollen die Nürnberger nutzen, um global bekannt zu werden.

Fünf Jahre liegt die Liberalisierung des deutschen Fernbusmarktes jetzt zurück – genauso alt ist auch das Vergleichsportal Checkmybus, welches Fahrpreisvergleiche und Buchungen für Busstrecken anzeigt. Jetzt hat das Portal mit Sitz in Nürnberg eine Finanzierungsrunde verkündet. 1,4 Millionen Euro fließen von bestehenden und neuen Investoren an das Start-up.

Erhöht haben ihre Einlage dabei der Risikokapitalgeber Howzat Partners sowie AngelGate, ein schweizerischer Zusammenschluss von Business Angels. Neu dabei ist ein Fonds, der geballte Kompetenz aus dem Geschäft mit dem Reisepreisvergleich mitbringt: Hinter dem neu gegründeten Marchmont Ventures stehen unter anderem Hugo Burge und Alan Martin, die zuvor führende Positionen im Flug- und Hotelvergleichsportal Momondo innehatten. „Wir glauben, dass in diesem Segment noch großes ungenutztes Potenzial liegt, dass das Unternehmen erschließen will“, sagt Burge, „Ground-Transportation und insbesondere dem Bus-Bereich stehen durch die Digitalisierung radikale Veränderungen und Verbesserungen bevor.“

Viel Verkehr auf dem Vergleichsmarkt

Das frische Kapital soll jetzt unter anderem ins Marketing fließen. Nach Angaben des Start-ups werden weltweit noch 90 Prozent aller Bustickets offline gebucht – hier will das Portal global Marktanteile gewinnen. Doch auch digital und in Deutschland bleiben noch Aufgaben: Eine einfache Google-Suche nach Fernbus-Vergleichen fördert eine Handvoll alternativer Vergleichsportale zu Tage, die mit einem ähnlichen Versprechen auftreten.

Zudem will das Portal das Produkt erweitern. Aktuell sind nach eigenen Angaben 1000 Busanbieter aus 60 Ländern aufgeführt, die Seite ist für 18 Märkte regionalisiert. Nicht alle funktionieren einwandfrei: Für den großen US-Markt, auf dem sich der deutsche Fernbus-Pionier Flixbus auch gerade versucht, werden für populäre Strecken keine Suchergebnisse angezeigt.