Messenger und Chat-Bots ersetzen immer mehr Apps. Spectrm liefert selbst renommierten US-Kunden die nötige Technologie und baut nun aus.  

Die Menschen kommunizieren immer mehr per Chatprogramm, ob mit WhatsApp oder dem Facebook Messenger. Auch Unternehmen drängen daher in die Programme, um Informationen via Messenger zu verbreiten. Dabei hilft das 2015 gegründete Start-up Spectrm. Die Berliner sind ein Vorreiter bei der Entwicklung von solchen Bots und helfen insbesondere Medien dabei, ihre Inhalte auch per Messenger zur Verfügung zu stellen. Neben Bild oder t3n nutzen sogar US-Anbieter wie Business Insider, Mic oder NowThis die Dienste von Spectrm. Künftig sollen noch mehr dazukommen, denn die Nachfrage ist größer als die Kapazitäten des Start-ups.

„Wir können jetzt das Team vergrößern“, sagt Gründer Max Koziolek. Denn das Start-up konnte sich eine Finanzierung über 1,5 Millionen Dollar sichern. Investoren sind Lerer Hippeau Ventures, bekannt durch Investitionen in Medienunternehmen wie BuzzFeed oder die Huffington Post, North Base Media, sowie Axel Springer, Bertelsmanns BDMI und der Business Angel Jens Schumann. Bislang hatte Spectrm Unterstützung vom Hamburger Next Media Accelerator der dpa und  Googles News Initiative.

Spectrm unterstützt derzeit Facebook Messenger, Telegram und Slack – WhatsApp wegen fehlender Schnittstelle nicht mehr. Bislang können sich Nutzer im Messenger für Nachrichten der Partner anmelden und bekommen sie ähnlich wie Push Nachrichten.

Wirkliche Chats sind daher mit den Bots nur in begrenzten, vordefinierten Formen möglich. Künftig will Spectrm aber mehr Personalisierungs- und Interaktionsmöglichkeiten anbieten. „Wir testen mit US-Partnern einige anspruchsvolle Sachen“, sagt Koziolek. Die Neuerungen sollen im kommenden Monat live gehen, auch beim BILD-Bot wird es dann neue Funktionen geben.

In der Zukunft sollen die Bots von Spectrm beispielsweise auch Fragen nach dem Stand oder Ergebnis von Fußballspielen beantworten können oder dazu, wer in den Umfragen zur US-Wahl vorn liegt. „Künstliche Intelligenz zu entwickeln, um Sprache zu verstehen und darauf richtig zu reagieren braucht Zeit“, sagt Koziolek. Zudem sind Experten dafür rar und teuer, auch hier soll das frische Geld helfen.