Im Mittelpunkt der Cebit steht in diesem Jahr  der große Wandel durch die Digitalisierung. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Cebit eröffnet. 

„In der Wirtschaft wird kein Stein auf dem anderen bleiben“, warnte der Präsident des Branchenverbands Bitkom, Dieter Kempf, bei der Eröffnungsfeier. Vor allem die Vernetzung aller Maschinen und Geräte und das neue Geschäft mit den dabei erhobenen Daten werden nach Einschätzung von Experten ganze Branchen umpflügen.

Pünktlich zur CeBIT zeigen zwei Studien, wie groß die Gefahr einer verschleppten Digitalisierung für die deutsche Wirtschaft wäre. So ließ der Industrieverband BDI die Unternehmensberatung Roland Berger berechnen, welche Einbußen drohten, sollte die Industrie die Verschiebung der Geschäftsmodelle in den IT-Bereich nicht konsequent genug vorantreiben. Demnach ergäben sich allein für Deutschland bis zum Jahr 2025 rund 220 Milliarden Euro Wertschöpfungsverluste, wie die „Welt am Sonntag“ aus der ihr vorliegenden Studie berichtete. Wertschöpfung umfasst den Mehrwert, den Produktion und Dienstleistungen bringen.

Laut der Berger-Studie würde eine verschleppte Digitalisierung in der deutschen Industrie vor allem die Automobil- und Logistikbranche treffen, die bis zu 140 Milliarden Euro einbüßen könnten. Für Europa insgesamt wären es 605 Milliarden Euro. Im Vergleich zur gesamten Wirtschaftsleistung der Industrie hierzulande wären die laut Berger über zehn Jahre berechneten Summen zwar nur ein Bruchteil der industriellen Kraft – doch sie träfen die Zukunftsfähigkeit.

Bis 20. März präsentiert die IT-Branche neueste Trends auf der Cebit. Rund 3.300 Aussteller aus etwa 70 Ländern, darunter 600 aus China, zeigen mehr als 5.000 Innovationen der digitalen Welt. Die Volksrepublik ist in diesem Jahr Partnerland der Computermesse. In diesem Jahr steht die Cebit unter dem Motto „d!conomy„. Modernste Informationstechnologie und Digitalisierung haben nahezu in allen Bereichen von Wirtschaft und Gesellschaft Einzug genommen. Zu sehen ist daher die gesamte Bandbreite der Digitalisierung.