Die CeBIT in Hannover blickt auf eine 30-jährige,  bewegte Geschichte zurück. In diesem Jahr will sich die Computermesse noch einmal neu erfinden.

Die Digitalisierung durchdringt heute alle Bereiche des Lebens und Arbeitens. Kein Industriezweig und kein Unternehmen  bleiben von dem Umbruch unberührt. Unter dem Messe-Motto „d!Conomy“ will die CeBIT die großen Trends und drängendsten Fragen in diesem  Jahr zum Thema machen – und sich damit einmal mehr neu erfinden. In Sachen Neuerfindung kann die CeBIT mit ihrer wechselvollen Geschichte auf reiche Erfahrung zurückblicken.

„Die CeBIT zeigt das gesamte Leistungsspektrum der  digitalen Industrie auf“, sagt er der Deutschen Presse-Agentur. Die  als reine Business-Messe mit starkem Konferenzreigen konzeptionell  neu strukturierte CeBIT sei nun als Netzwerk-Plattform gefragt.

Im Zuge der Neuausrichtung steht auch die Veranstaltung als  Ausstellungsmesse selbst in Frage: „Die CeBIT löst sich vom Konzept  einer reinen Computermesse und ist längst eine Art Stelldichein mit einer zunehmend stärker werdenden politischen Komponente“, erklärt  der Messe-Chef. Vom 14. bis 18. März werden dort gut 200 Redner die  diversen gesellschaftlichen Auswirkungen der Digitalisierung beleuchten. Sie erfasse mittlerweile alle Bereiche, das spiegele sich auch auf der Messe wider.

„Selbst die Uhrenindustrie steht ja vor einem Umbruch“, sagt Frese.  Anders als die Hannover Messe im April versteht sich die CeBIT daher vor allem als branchenübergreifende Veranstaltung. Dabei soll eine enge Verzahnung von Messe und Kongress neue Möglichkeiten und einen  besseren Austausch darüber schaffen, wie die anstehenden  Herausforderungen mit neuen Geschäftsprozessen bewältigt werden können.

Zu den prominenten Besuchern der Veranstaltungen rund um die CeBIT  gehören unter anderen Swatch-Gründer Nicolas Hayek oder das britische
Model Kate Moss, aber auch VW-Chef Matthias Müller oder der durch das  Internet als «schnellster Gitarrist Argentiniens» bekanntgewordene
Straßenmusiker Damian Salazar.

Partnerland ist in diesem Jahr die Schweiz. Im Vorjahr kamen rund  3300 Aussteller aus 70 Länder. Die offiziellen Zahlen für dieses Jahr liegen noch nicht vor, dürften sich aber auf ähnlichem Niveau  bewegen. Die großen Themen werden auch in diesem Jahr das Internet  der Dinge, die digitale Transformation sowie neue Chancen,  Geschäftsmodelle und Risiken durch die Auswertung großer Datenmengen (Big Data) sein. Neben der IT-Sicherheit und der Abwehr von
Cyber-Angriffen wird die Drohnen-Thematik ein Schwerpunkt sein.