In knapp drei Monaten startet die große IT-Messe CeBIT. Die Veranstalter zeigen: Auch auf Start-ups wartet in Hannover eine große Bühne.

Eine digitale Fledermaus als aufmerksamer Beobachter: Die Ultraschall-Sensoren des Münchener Herstellers Toposens können genau nachverfolgen, wie sich Menschen oder Geräte durch den Raum bewegen – und eignen sich damit als Helfer im Einzelhandel, im öffentlichen Nahverkehr oder im Smart-Home-Bereich. Mit einem speziell konzipierten Evaluation-Kit will das Start-up interessierten Unternehmen und Entwicklern die Technologie nahebringen. Ein großes Publikum werden sie dabei auf der IT-Messe CeBIT finden, die in knapp zwei Monaten (20. bis 24. März) starten wird. Insgesamt werden dort mehr als 3000 Unternehmen aus 70 Ländern vertreten sein. Im vergangenen Jahr kamen 221 000 Besucher nach Hannover.

Aktuelle Pläne der Deutschen Messe AG, die die Veranstaltung ausrichtet, zeigt, wie stark die Bedeutung von Start-ups in den letzten Jahren gestiegen ist. Alleine auf der expliziten Start-up-Plattform der CeBIT, der Scale 11, werden sich 400 junge Unternehmen aus 40 Ländern präsentieren  – und damit 50 Start-ups mehr als im vergangenen Jahr sowie dem Premierenjahr 2015. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Vernetzung mit Großunternehmen unter dem Motto „Where Start-ups meet Grown-ups“: Der Zahlungsdienstleister Mastercard will sich als neuer Partner von Scale 11 vor allem um Jungunternehmen aus dem Bereich Handel kümmern, den FinTech-Bereich betreut der Main Incubator, hinter dem die Commerzbank steht. Die Deutsche Bahn und Volkswagen werden wie im Vorjahr auf der Start-up-Spielwiese vertreten sein. Für ernsthafte Verhandlungen legt die CeBIT erstmals einen  Scale11-Investors Club auf, damit Unternehmen aus Hannover mehr als nur lockere Kontakte mitnehmen können.

„Digitale Innovation eröffnet Wirtschaft und Gesellschaft neue Möglichkeiten. Diese zu erkennen und zu nutzen, um so den Erfolg der digitalen Transformation des eigenen Unternehmens sicherzustellen, ist das Thema der CeBIT 2017“, sagte Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, bei einer Präsentation in dieser Woche in Hannover. Einen großen Auftritt werden einige junge Unternehmen auch bei zukunftsträchtigen Themen haben, denen die CeBIT zunehmend mehr Platz einräumt: Eine ganze Messehalle soll 2017 für Drohnen reserviert sein. Für das Thema Virtual und Augmented Reality wird erstmals ein eigener Bereich geschaffen:  “Diese Technologie ist noch jung, aber sie birgt großes Potenzial für viele Industriezweige”, sagte Frese.