Das britische Start-up bringt Autohändler und Onlinekäufer zusammen. Die 2016 in Deutschland gestarteten Aktivitäten sollen stark ausgeweitet werden.

Günstige Preise beim Neuwagenkauf ohne nervige Verhandlungen: Das verspricht der Online-Marktplatz Carwow. Der Nutzer konfiguriert das Auto nach seinen Vorstellungen – und erhält von Vertragshändlern des Herstellers Angebote, die er miteinander vergleichen kann. Mit dieser Idee ist das britische Start-up 2013 gestartet, in Deutschland ist der Dienst seit 2016 verfügbar. Für die weitere Expansion gab es nun frisches Kapital von Investoren. Umgerechnet 33,5 Millionen Euro hat Carwow in einer Finanzierungsrunde eingeworben.

Zu den Geldgebern gehören Vitruvian Partners sowie Accel Partners und Balderton Capital – die beiden letztgenannten Beteiligungsgesellschaften waren auch schon bisher an Bord. „Diese neuen Investments ermöglichen uns, den Service für die Nutzer, aber auch die Unterstützung für unsere bestehenden Händler zu optimieren und das Händlernetz noch schneller auszuweiten“, sagt Philipp Sayler von Amende, Geschäftsführer und Mitgründer von Carwow Deutschland.

Neue Marketingaktivitäten

Seit dem Start hat der Marktplatz in Deutschland laut Unternehmensangaben bereits mehr als 500.000 Neuwagenangebote angefragt und versendet. Das frische Kapital soll auch ins Onlinemarketing fließen, um den Dienst noch bekannter machen. Geplant sei außerdem die weitere Expansion in Europa, so von Amende. Carwow beschäftigt aktuell 145 Mitarbeiter, davon zehn in Deutschland.

Autohändler lockt das Start-up mit dem Versprechen, online-affine Kunden für sich gewinnen zu können. Kommt ein Verkaufsabschluss zustande, ist laut von Amende eine Marketinggebühr fällig. Diese liege einheitlich bei netto 350 Euro, erklärt der Mitgründer auf Nachfrage von Wirtschaftswoche Gründer. „In Deutschland arbeiten wir aktuell aktiv mit über 200 Händlern zusammen und wollen die Zahl bis Ende des Jahres verdoppeln.“ Die Kunden sollen dadurch eine größere Auswahl an Automarken bekommen.