Carsharing wird in Deutschland immer beliebter, die Konkurrenz auch. Nun vergrößert Carjump sein Angebot auf 14.000 Fahrzeuge.

In einer App bündelt Carjump alle frei verfügbaren Fahrzeuge der Carsharing-Partner in unmittelbarer Nähe. Nun kommen mit CarUnity von Opel, Tamyca und Stadtmobil Berlin drei neue Unternehmen dazu. CarUnity und Tamyca sind Plattformen auf denen das eigene Auto vermietet und damit Geld verdientwerden kann; Stadtmobil Berlin unterhält in der Hauptstadt einen Fuhrpark von rund 70 Fahrzeugen und ist über die ganze Stadt verteilt. Außerdem gibt es die App künftig im überarbeiteten Design, mit neuen Funktionen und einer besseren Bedienbarkeit. Das Update umfasst sowohl die iOS- als auch die Android-Version.

„Einen direkten Wettbewerber haben wir nicht, vielmehr sind wir komplementär zu Anbietern wie Ally, Moovit oder Citymapper“, sagt Michel Stumpe, Gründer und Geschäftsführer Carjump im Exklusiv-Interview mit WirtschaftsWoche Gründer. „Durch die enge Zusammenarbeit mit den Carsharing-Anbietern haben wir die Möglichkeit, die gesamte Wertschöpfung für den Nutzer inklusive Anmeldung, Buchung sowie das Öffnen und Schließen der Fahrzeuge abzubilden.“

Ein Konzept, das ankommt: Nach den ersten Seed-Finanzierungen 2014 und 2015 jeweils im sechsstelligen Bereich verkündet das junge Unternehmen erst im Januar eine weitere Kapitalspritze. Carjump erhielt damals eine siebenstellige Summe von Axel Springer Ventures, UnternehmerTUM und Zimmermann Investments. Die drei Geldgeber sollen sich auch strategisch beteiligen.

Beim Carsharing können Nutzer ein Auto mieten, für das sie pro Stunde einen bestimmten Preis zahlen. Die Dienste versprechen, flexibler als die normale Autovermietung zu sein, weil die Fahrzeuge mitten in der Stadt verfügbar sein sollen. Carjump wurde 2013 gegründet und will eine Art Marktplatz für solche Carsharing-Angebote sein. „Bis Ende des Jahres werden wir in alle für Carsharing relevanten Märkte in Europa expandieren“, sagt Stumpe. Danach soll auch „über den Atlantik“ expandiert werden. Bislang ist die App in Deutschland un Österreich verfügbar, vor allem in größeren Städten wie Berlin, München, Hamburg oder Wien.