Die Carsharing-App gibt eine weitere Finanzierungsrunde bekannt: Carjump erhält einen siebenstelligen Betrag. Zu den Investoren gehört auch Axel Springer.

Alle Carsharing-Angebote auf einen Klick – das ist die Idee hinter dem Berliner Start-up Carjump. Nach den ersten Seed-Finanzierungen 2014 und 2015 jeweils im sechsstelligen Bereich verkündet das junge Unternehmen nun eine weitere Kapitalspritze. Carjump erhält eine siebenstellige Summe von Axel Springer Ventures, UnternehmerTUM und Zimmermann Investments. Die drei Geldgeber sollen sich auch strategisch beteiligen.

Das Kapital hat das Start-up schon verplant, es soll in neue Features fließen. Nutzer sollen künftig beispielsweise ihren Führerschein digital verifizieren lassen können. Die Berliner erklären dies als „klare[n] Wettbewerbsvorteil“ gegenüber anderen Anbietern. „Unser Ansporn ist es, den Wachstumskurs von Carjump kontinuierlich fortzusetzen“, lässt sich Fabian Kofler, der das Unternehmen gemeinsam mit Michel Stumpe führt, in einer Mitteilung zitieren.

Marktplatz für Carsharing

Beim Carsharing können Nutzer ein Auto mieten, für das sie pro Stunde einen bestimmten Preis zahlen. Die Dienste versprechen, flexibler als die normale Autovermietung zu sein, weil die Fahrzeuge mitten in der Stadt verfügbar sein sollen. Carjump wurde 2013 gegründet und will eine Art Marktplatz für solche Carsharing-Angebote sein. Statt nur auf einen Dienst zurückgreifen zu können, soll sich der Nutzer auf der Plattform alle verfügbaren Autos von Anbietern wie Drivenow oder Car2Go anzeigen lassen können.

Bei dem jungen Unternehmen hat es im vergangenen Jahr einen großen Umbruch gegeben: Im März kaufte der Investor Henri Kühnert die App, die drei Gründer Oliver Mackprang, Philipp Heuberger und Mario Lebherz schieden aus dem Start-up aus. Gegenüber der „Gründerszene“ hatte Mackprang den Exit im März 2015 damit begründet, dass man die eigenen Ziele „als reiner B2B-Carsharing-Dienstleister“ nur teilweise erreicht habe und Carjump einen langfristigen Partner brauche.