Blühende Zeiten für Bloom&Wild: Der digitale Blumenhändler sammelt rund 17 Millionen Euro. Auch aus Deutschland gibt es Geld für weiteres Wachstum.

Der 2013 gegründete britische Blumenhändler Bloom & Wild, der seit Ende des vergangenen Jahres auch auf dem deutschen Markt aktiv ist, hat eine Series-C Finanzierungsrunde mit einem Gesamtvolumen von 15 Millionen Britischen Pfund, (umgerechnet circa 16,7 Millionen Euro) abgeschlossen. Auch aus Deutschland gab es finanzielle Unterstützung: Burda Principal Investments beteiligt sich zusammen mit anderen bestehenden Investoren wie MMC Ventures an der von Piper angeführten Runde.

„Das Team um Gründer Aron Gelbard hat sich zum Ziel gesetzt, das frische Kapital dafür einzusetzen, in Großbritannien zum Marktführer im Blumenversand zu werden und die erfolgreiche Internationalisierung auch auf dem Kontinent weiter fortzusetzen. Wir freuen uns, sie dabei weiter tatkräftig zu unterstützen“, sagt Christian Teichmann, Geschäftsführer von BurdaPrincipal Investments.

Burda ist seit Februar 2017 am digitalen Blumenhändler beteiligt, der in dieser Zeit eigenen Angaben zufolge sein Wachstum jährlich verdoppeln konnte und sein Geschäft auf Frankreich und Deutschland ausgeweitet hat.

Das Online-Geschäft mit Blumen ist erfolgversprechend – und gleichzeitig höchst umkämpft. Eine Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom hat ergeben, dass allein im Jahr 2015 elf Millionen Deutsche Blumen im Netz gekauft haben. Das ist jeder fünfte Internetnutzer. Damit hat sich der Anteil der Online-Blumenkäufer seit 2012 verdoppelt. Allerdings mussten in den letzten Jahren immer wieder Start-ups aufgeben, die ein ähnliches Geschäftsmodell wie Bloom&Wilde haben. So meldete das hochgelobte Bloomy Days vergangenen Sommer Insolvenz an. Mittlerweile wird das von Franziska von Hardenberg gestartete Unternehmen vom ehemaligen Konkurrenten Fleurop betrieben.