Von Designerbrillen zum Discountpreis bis zur unzerstörbaren Sonnenbrille: Ein Überblick der interessantesten Start-ups im Brillenmarkt.

Von Felix Ehrenfried

Mehr als 40 Millionen Deutsche tragen eine Brille, dabei darf die Lesehilfe im Schnitt 344 Euro kosten.

Diese Ergebnisse einer Untersuchung des Allensbach-Instituts im Auftrag des Zentralverbands der Augenoptiker und Optometristen aus dem Jahre 2014 zeigen: Der deutsche Brillenmarkt ist ein Milliardenmarkt.

Den teilten sich bis vor kurzem noch klassische Optiker-Fachgeschäfte und große Ketten wie Fielmann oder Apollo. Doch immer mehr Start-ups haben das Geschäft ums gute Sehen für sich entdeckt und locken Kunden mit modernen Brillenfassungen, hochwertigen Gläsern und einem Service, der ähnlich gut wie der des vertrauten Optikers um die Ecke sein soll.

Dabei sind die Start-ups meist günstiger als die etablierten Fachgeschäfte und Ketten. Keine Zwischenhändler und somit keine Margen, so lautet die Erklärung vieler junger Unternehmen für die Preisdifferenz zur Konkurrenz von Fielmann und Co.

Ein Überblick der interessantesten Brillen-Start-ups.

Mister Spex – der First-Mover auf dem Brillenmarkt

Bereits im Jahre 2007 gründete Dirk Graber eine Online-Plattform zum Verkauf von Brillengestellen und passenden Gläsern. Damit zählt er mit seinem Konzept zu einem der ersten Unternehmen, das Brillen über das Internet anbietet.

Heute umfasst das Sortiment mehr als 5000 Gestelle von etwa 90 Herstellern, auch eigene Kollektionen bietet Graber mit seinem Team mittlerweile an. Die Preise sind meist deutlich günstiger als beim stationären Händler.

Das Unternehmen ist in elf Ländern aktiv und beschäftigt über 400 Mitarbeiter. Wer sich eine Brille bei Mister Spex bestellt, kann sich bis zu vier Modelle kostenlos zuschicken lassen und ausprobieren. Rund 500 Partneroptiker helfen bei der Anpassung der Brille oder bieten Sehtests zu Ermittlung der Fehlsichtigkeit an.