Klare Kampfansage an Helpling: Nach der ersten Expansion vermeldet das Putzportal Book A Tiger nun nicht nur eine neue Finanzierungsrunde, sondern auch prominenten Zuwachs.

Frisches Kapital und eine Übernahme – Book A Tiger vermeldet am Donnerstag gleich zwei Kracher. Das Putzportal der Lieferheld-Gründer Nikita Fahrenholz und Claude Ritter sammelt in einer neuen Finanzierungsrunde eine siebenstellige Summe. Das Geld stammt nach Angaben von Book A Tiger von neuen und bereits existierenden Investoren. Wer genau frisches Kapital in die Onlineplattform pumpt, gab das Internet-Start-up nicht bekannt.

Das Geld kann Book A Tiger gut gebrauchen. Denn das Unternehmen meldet auch zeitgleich seine erste Übernahme: Das Start-up übernimmt das Deutschlandgeschäft des gescheiterten US-Pioniers Homejoy. Book A Tiger wird nicht nur die Kunden, sondern auch die Putzkräfte des Unternehmens in sein eigenes Portal integrieren. Damit erhofft sich das Start-up „dem Geschäftsziel der Marktführungsposition in der DACH-Region näher zu kommen“, heißt es in einer Mitteilung. Gründer Nikita Fahrenholz lässt sich darin mit den Worten zitieren: „Mit den aktuellen Erfolgen haben wir den ersten Raubtierhunger gestillt.“

Nächste Runde im Kampf der Putzportale

Das darf als klare Kampfansage an den Konkurrenten Helpling gewertet werden. Denn selbst Gründer Ritter sah das Rocket-Start-up im Interview mit WirtschaftsWoche Gründer kürzlich noch knapp vorne im Kampf um Kunden und Reinigungskräfte. Mit der Übernahme des Homejoy-Geschäfts dürften sich die Weichen allerdings verändert haben.

Book A Tiger hat bislang auf langsames Wachstum gesetzt. Erst im vergangenen Monat verkündeten Fahrenholz und Ritter den Geschäftseinstieg in der Schweiz, zuvor hatten sich die beiden Lieferheld-Gründer auf das Geschäft in Deutschland konzentriert. Im Gespräch mit WiWo Gründer hatte Ritter noch gesagt, man sei „vorsichtig mit Expansionen“. „Der Reinigungsmarkt ist groß und wir müssen in der DACH-Region nicht größer werden als ein Mitbewerber“, sagte der Gründer. Aber auch schon damals fügte er hinzu: „Jedenfalls jetzt noch nicht.“ Mit dem frischen Kapital und der Übernahme dürfte der Kampf auf dem Putzmarkt in die nächste Runde gehen.