Im Elevator Pitch der WirtschaftsWoche wollen die Gründer von Bonavi, Niklas und Markus Ott, überzeugen. Sie basteln an einem alltagstauglichen Kinderwagen – und schieben ihr Geschäft selbstbewusst an.

Eine halbe Minute mit Investor Oliver Samwer im Fahrstuhl: Wie lautet euer Elevator Pitch?
Oliver, du als Vater kannst mit uns Familie und Investment verbinden. 95 Prozent der Kinderwagen werden heute im stationären Handel verkauft. Wir vertreiben unseren Kinderwagen ohne Zwischenhändler im Netz. Das macht ihn preiswerter. Den Wagen haben wir mit einer Hebamme entwickelt. Er erfüllt die Bedürfnisse der Eltern auch dann, wenn sie nach einigen Monaten nicht mehr nur auf Sicherheit, sondern auch auf Alltagstauglichkeit achten.

Wie seid ihr auf die Idee gekommen?
Markus hatte mit einem Freund ein Matratzen-Start-up gegründet. Als wir dort eine Babymatratze entwickelt haben, bemerkten wir, dass Kinderwagen wie schon die Matratzen nicht im Web verkauft wurden und die Verbraucher so zu viel bezahlten.

Wann ist euch das letzte Mal das Geld ausgegangen – und wie habt ihr überlebt?
Das ist zum Glück noch nie passiert, wir legen aber auch großen Wert auf Wirtschaftlichkeit.

Werdet ihr jemals Geld verdienen?
Klar, wir sind fast seit Beginn profitabel.

Eure Kultur ist:
a) perfektionistisch wie bei Apple
b) nerdig wie bei Google
c) gnadenlos wie bei Uber
d) …familiär und freundschaftlich.

Wie sieht es mit Vielfalt in eurem Unternehmen aus?
Uns ist wichtig, dass sich beide Geschlechter die Waage halten. Und wir sind mit Mitarbeitern etwa aus Polen, Syrien und Taiwan auch sehr international.

Was war euer größter Rückschlag?
Die Nachfrage war anfangs zu groß, sodass wir die Kunden nicht rechtzeitig beliefern konnten.

Wo steht ihr in fünf Jahren?
Beim Kinderwagen hören wir nicht auf. Auch anderes Zubehör lässt sich verbessern. Man glaubt nicht, wie viele Kinder vom Wickeltisch fallen.

Fakten zum Start-up

Gründung: Oktober 2016
Mitarbeiter: 17
Finanzierung: Private Investitionen von
Bekannten, Freunden und Familie