Trotz Verzögerungen in der Produktion wagt der Kaffeemaschinen-Hersteller den Sprung nach Amerika – und bekommt dort prominente Unterstützung.

Zeitgleich mit dem Abschluss der Beta-Testphase baut das Berliner Kaffee-Start-up Bonaverde seine Unternehmensstruktur aus und expandiert in die USA. Die Leitung des US-Headquarters übernimmt Liz Wald, ehemalige Vizechefin von Indiegogo und Etsy.

Wald unterstützt Bonaverde bei der Markteinführung in den USA, Kanada sowie Lateinamerika. Sie hat sich als Ziel gesetzt, eine solide Vertriebs-Infrastruktur zu schaffen und bis zum Ende des Jahres USA-weit eine fünfstellige Zahl an Kaffeemaschinen auszuliefern. Zudem soll sie Kontakte mit Zulieferern aufbauen, die Teil des digitalen Kaffeenetzwerks werden und so das Sortiment an Kaffeesorten ausweiten. Durch neue Händlerkontakte entstehen für die Endkunden außerdem zusätzliche Möglichkeiten, Endgeräte zu erwerben. Hier ist eine Erweiterung an Modellen geplant.

Die Vision von einer neuartigen Kaffeemaschine

„Viele unserer Crowdfunding-Backer leben in den USA. Um unseren Kunden den Kaufprozess zu erleichtern und die Bezugskanäle zu erweitern, liegt es daher nahe, unser Geschäft auf die Vereinigten Staaten auszuweiten“, so Hans Stier, Gründer und CEO von Bonaverde. „Damit wir auch weiterhin von Berlin aus die Vertriebsaktivitäten für Europa steuern können, wird Liz Wald als ,Chief of US‘ das Geschäft im panamerikanischen Raum aufbauen und erweitern. Eine bedeutsame und nicht ganz einfache Aufgabe, weshalb wir froh sind, dass wir Liz für Bonaverde Coffee gewinnen konnten.“

Bonaverde-Gründer Hans Stier trat im Jahr 2013 mit der Vision an eine neuartige Kaffeemaschine zu entwickeln, die Bohnen nicht nur mahlen und brühen, sondern auch rösten kann. Doch Stier geht es nicht nur um den Geschmack, er will mit seinem Start-up Kaffeebauern helfen ihre Bohnen direkt über Bonaverde an den Endkunden zu verkaufen und ihnen so einen besseren Umsatz bescheren.

Zwei Millionen Dollar per Crowdfunding

Seine Idee überzeugte mehrere tausend Kaffeeliebhaber, die per Crowdfunding über Indiegogo, Seedmatch und Kickstarter insgesamt rund zwei Millionen US-Dollar investierten. Über 100.000 Vorbestellungen aus 65 Ländern hätten Bonaverde bereits erreicht, so der studierte Jurist gegenüber dem Tagesspiegel. Vor kurzem erhielt Bonaverde zudem ein Zwei-Millionen-Investment von Business Angels.

Doch die Entwicklung der Maschine verlief nicht ohne Probleme – mittlerweile gibt es eine Beta-Version. Spätestens Ende 2017 soll, so das Ziel, die endgültige Version ausgeliefert werden können.