Das Münchener Unternehmen ist auf Sensorsysteme für autonome Fahrzeuge spezialisiert. Zu den Investoren zählen Osram und Tengelmann.

„Augen“ für autonome Fahrzeuge und Drohnen entwickelt Blickfeld. Das Münchener Unternehmen ist auf Sensorensysteme spezialisiert, die hochauflösende, dreidimensionale Umgebungsdaten liefern. Das Start-up selbst ist nun ins Visier von Investoren geraten: Über ihre Wagniskapitaltöchter sind gerade der Lichthersteller und Autozulieferer Osram sowie der Handelskonzern Tengelmann eingestiegen. Angeführt wird die insgesamt 3,6 Millionen Euro schwere Finanzierungsrunde von Unternehmertum Venture Capital Partners. Beteiligt ist zudem der High-Tech Gründerfonds.

Die Sensoren von Blickfeld basieren auf eine optische Erfassung über Laserstrahlen. Die Technik wird im Fachjargon Lidar – kurz für „Light Detection And Ranging“ – genannt. Das Start-up hat eigenen Angaben zufolge handelsübliche Komponenten mit einer patentierten Silizium-Struktur kombiniert. Die Sensoren sollen dadurch sowohl leistungsstark als auch preisgünstig sein.

„Für uns ist besonders erfreulich, dass zum einen erfahrene Venture Capital-Investoren und zum anderen ein großer Automobilzulieferer das Potential unserer Technologie wertschätzen“, sagt Florian Petit, der die Firma 2016 zusammen mit Mathias Müller und Rolf Wojtech gegründet hat.

Investoren mit Branchenkenntnis

Mithilfe der Kapitalspritze soll der Sensor nun zur Serienreife gebracht werden. Erste Geräte sollen laut Petit im Frühjahr 2018 ausgeliefert werden. Auch das 18-köpfige Team werde nun weiter wachsen.

Kontakte zur Automobilbranche hat nicht nur Fluxunit, wie Osrams Corporate Venture Capital-Einheit heißt. Unternehmertum Venture Capital Partners hat beim Fernbus-Anbieter Flixbus und der Car-Sharing-Plattform Carjump investiert. Auch der High-Tech Gründerfonds und Tengelmann Ventures haben eine Reihe von Automobil- und Mobilitätsfirmen im Portfolio, darunter auch den Fahrdienstvermittler Uber.