Die Organisatoren glauben, dass ihre Veranstaltung die bajuwarische Start-up-Szene voranbringt. „Wir ziehen mit der „Bits & Pretzels“ Top-Investoren aus aller Welt an“, sagt Aboalarm-Gründer Storm. „Sie kommen natürlich zum Bier trinken, aber sie kommen auch, um sich vielversprechende bayerische Start-ups anzuschauen.“

Dass die drei Münchner Start-ups bei der „High Tech“-Veranstaltung gerade einmal anderthalb Stunden Zeit für die Selbstdarstellung bekommen und auf einer von diversen Parallelevents auftreten, zeigt aber, dass das Scheinwerferlicht längst nicht mehr allein auf Bayern liegt.  Man habe bewusst eine Mischung gewählt, sagt Felix Haas, Gründer von IDnow und Business Angel. Er gehört seit Anfang des Jahres zum Organisatorenteam des Events. „Wir wollten die großen bayerischen Erfolgsmodelle mit den großen deutschen und US-amerikanischen zusammenbringen“, so Haas.

„Früher hätte kein US-Investor Geld in eine GmbH gesteckt“

Dass die „Bits & Pretzels“ auch international wahrgenommen wird, zeigt das Beispiel von 500 Start-ups. Der US-Accelerator und Seed-Fonds kam von selbst auf die drei Organisatoren zu und fragte, ob man nicht einen 500-Start-ups-Pitch machen könne.

Vor ein paar Jahren hätte es so etwas nicht gegeben, meint Andreas Bruckschlögl: „Wir sind genau in der richtigen Zeit gerade.“ Das zeige nicht nur ein Anruf wie dieser, sondern auch der Verkauf des Berliner Unternehmens 6Wunderkinder an Microsoft oder des Münchner Start-ups Metaio an Apple. „Früher hätte kein US-Investor Geld in eine GmbH gesteckt“, sagt auch Storm.

Für die drei Organisatoren selbst bedeutet die „Bits & Pretzels“ vor allem: viel Arbeit und wenig Schlaf. „Wir sind wenige Tage vor dem Event, da ist komplett Land unter“, sagt Bruckschlögl und lacht. Denn neben der Veranstaltung müssen die Gründer auch ihre Start-ups weiterführen. „Es braucht eine sehr verständnisvolle Freundin beziehungsweise Ehefrau, wenn du um 18 Uhr nach Hause kommst und dann bis halb zwölf noch an der „Bits & Pretzels“ arbeitest“, sagt Haas. Man verdiene das Geld eben nicht mit der Veranstaltung, sondern mit dem Unternehmen, so Storm.