Welche Stadt ist die beste, um ein Start-up zu gründen? Dieser Frage ist der Branchenverband Bitkom nachgegangen – mit wenig überraschendem Ergebnis.

An Berlin kommt derzeit niemand in der Start-up-Szene vorbei, weder national noch international. Ob im „Global Start-up Ecosystem Ranking“, bei der Tech-Finanzierung oder bei den Exits: Die deutsche Hauptstadt spielt in Sachen Gründung immer ganz weit vorne mit.

So ist das Ergebnis einer aktuellen Bitkom-Umfrage auch wenig überraschend. Der Branchenverband stellte 227 IT- und Internetgründern die Frage, was ihrer Meinung nach die beste Stadt in Deutschland sei, um ein Unternehmen aufzubauen. Die Antwort: Drei von vier Gründern halten Berlin für das beste Pflaster.

Wie so oft in dieser Art von Umfrage landen andere Städte in der Bundesrepublik weit abgeschlagen hinter der Hauptstadt: Hamburg empfehlen gerade einmal 14 Prozent der Gründer, München sogar nur noch knapp jeder Zehnte (neun Prozent). Selbst Städte wie Frankfurt, Köln oder Leipzig werden nur vereinzelt genannt – obwohl die Befragten mehrere Orte angeben konnten.

Münchner finden München nicht so toll wie Berlin

Wenig überraschend halten besonders die Berliner Gründer (94 Prozent) die Hauptstadt für das optimale Start-up-Pflaster. Auch jedes dritte Hamburger Start-up nannte Berlin, in München waren es sogar zwei von drei Gründern. Während in Hamburg wenigstens noch eine Mehrheit von 67 Prozent die eigene Stadt als richtigen Standort bewertete, stimmten in der bayerischen Hauptstadt nur 40 Prozent für den eigenen Hauptsitz.

Doch bevor man nun wieder das fantastische Ökosystem, die hervorragende Infrastruktur oder die niedrigen Mieten betont, sollte man sich anschauen, woher die befragten Start-ups hauptsächlich stammen. Die Antwort: 74 der befragten Gründer, also gut ein Drittel der Befragten, sitzen mit ihrem Unternehmen in der Hauptstadt, 30 in München und 30 in Hamburg. Die anderen kommen laut einer Bitkom-Sprecherin „verstreut“ aus der Republik. Vielleicht ist es da doch nicht verwundlich, dass Berlin so häufig genannt wurde.