Das Buchhaltungs-Start-up Billomat erhält eine Kapitalspritze von ONB. Mit dem Geld will das Unternehmen unter anderem nach Skandinavien und Spanien expandieren.

Wie WirtschaftsWoche Gründer exklusiv erfuhr, investiert Online News Business (ONB), ein Tochterunternehmen des Telefonbuchverlags Hans Müller, nach der Finanzierungsrunde im März des vergangenen Jahres erneut in das Nürnberger FinTech Billomat. Die niedrige siebenstellige Summe gliedert sich in 80 Prozent Cash und  20 Prozent Media auf. „Dank dem Beteiligungsumfeld der Unternehmensfamilie Müller Medien können wir auf ein großes Netzwerk an reichweitenstarken Partnern wie Unternehmer.de oder auch Blauarbeit.de bauen“, sagt Geschäftsführer Paul-Alexander Thies gegenüber Wirtschaftliche Gründer.

Über die genaue Höhe der Summe wurde Stillschweigen vereinbart. „Die Kapitalspritze soll für die Erweiterung unseres Tech-Teams und für die Internationalisierung genutzt werden“, sagt Thies. „Im zweiten Quartal wird unsere Buchhaltungssoftware neben D-A-CH auch in weiteren europäischen Länder wie Portugal, Spanien und den skandinavische Ländern verfügbar sein.“

Buchhaltung via App

Auch eine Erweiterung und Verbesserung der Software, speziell in den Bereichen Themen AI, Automatisierung und Datenschutz, sei geplant: „Außerdem werden wir im April ein Debitorenmanagement integrieren und eine Schnittstelle für Amazon Händler implementieren. Anbindungen zu weiteren Shopsystemen wie Ebay und Jimdo sowie die Erweiterung unserer DATEV Schnittstellen werden zeitnah folgen.“

Billomat ist ein webbasiertes Buchhaltungsprogramm, mit dem Kunden mit Hilfe der mobilen App und der SSL-verschlüsselten Cloud-Technologie Rechnungen und Mahnungen von unterwegs verwalten können. So soll die Buchhaltung gerade für kleinere und mittlere Unternehmen, Start-ups und Selbständige so leicht wie möglich gestaltet werden. Eigenen Angaben zufolge beschäftigt das Unternehmen zurzeit 22 Mitarbeiter aus den Bereichen IT, Support und Sales und hat aktuell 6500 Kunden.