Das FinTech expandiert mit einer 7,5 Millionen Euro Finanzierung für das Berliner Ad-Tech Unternehmen Fyber in den deutschen Markt.

BillFront, das B2B FinTech Unternehmen im Bereich der Rechnungsfinanzierung für digitale Geschäftsmodelle, stellt dem Ad-Tech Unternehmen Fyber eine Finanzierung in Höhe von 7,5 Millionen Euro über seine Partnerbank zur Verfügung und expandiert so nach Deutschland. Bisher kamen die Kunden aus Großbritannien, Spanien, Frankreich und den USA. „Aufgrund der Regulierung des Marktes stand Deutschland bisher nicht im Fokus. Das soll sich in Zukunft allerdings ändern. Durch die Kooperation mit der solarisBank können wir jetzt auch aktiv den deutschen Markt bedienen. Wir sind bereits mit einer Vielzahl von potentiellen Kunden mit Dealvolumen im zweistelligen Millionenbereich, in Gesprächen“, sagte CEO und Co-Gründer Christopher Vogt gegenüber WirtschaftsWoche Gründer.

Größter Kunde von BillFront

Das in Berlin gegründete Ad-Tech Unternehmen Fyber ist ein Werbetechnologie Anbieter zur Vermarktung von mobiler Werbung und gehört damit zu den größten Kunden von BillFront. Bislang lag die durchschnittliche Finanzierungssumme zwischen 250.000 und 1.000.000 Euro.

„Mit der Gewinnung dieses Kunden kommen wir unserem langfristigen Ziel, Europas führende Finanzierungsplattform für die Medien- und Werbebranche zu werden, ein Stück näher“, so Gregor Dimitriou, Co-Founder von BillFront.

Das 2015 gegründete Finanzunternehmen BillFront fokussiert auf Unternehmen aus der digitalen Werbe-und Vermarkter Szene, wie digitale Werbeagenturen, Demand-Side und Supply-Side-Plattformen, Ad-Exchanges, Werbenetzwerke, sowie Webseiten und Apps, die über Werbung ihre Inhalte monetarisieren. Es hilft seinen Kunden dabei den Kapitalfluss zu optimieren und Finanzierungsengpässe im Tagesgeschäft zu vermeiden, indem es ihnen Kreditlinien in Höhe der Forderungen vermittelt, die diese gegenüber ihren Kunden haben. Die Forderungen dienen Billfront wiederum als Sicherheit.

33 Millionen-Finanzierung

BillFront hat dafür eigens eine Technologie entwickelt, die sich direkt mit allen gängigen Rechnungssystemen ihrer Kunden verbinden kann. Anhand einer Analyse auf Basis künstlicher Intelligenz kann das Fin-Tech die Kreditwürdigkeit von Kreditoren und Debitoren bestimmen und so automatisierte Vorschläge zur Rechnungsfinanzierung anhand von Zahlungs- und Rechnungsdaten erhalten. Durch die real-time Anbindung an die Rechnungssysteme kann BillFront Finanzierungen in einem Bruchteil der Zeit vergeben, die traditionelle Finanzinstitute benötigen.

Im Dezember 2016 hatte das Berliner Start-up, das auch eine Niederlassung in London unterhält, in einer Serie A Finanzierung 33 Millionen Euro eingeworben.  Zu den Investoren gehörten die Muttergesellschaft Finleap so wie die 4finance Holding und die niederländische NIBC Bank.