Die 3D-Drucker-Entwickler holen sich eine Minderheitsbeteiligung an Bord. Damit wächst das Industrie-Netzwerk des Start-ups noch einmal.

Der Technologiekonzern Körber beteiligt sich an dem Berliner Technologie-Start-up BigRep. Mit dem Investment will das 2014 gegründete Unternehmen jetzt an allen Fronten angreifen: Zum einen soll die Produktentwicklung vorangetrieben werden – aktuell verkauft BigRep nach eigenen Angaben den größten serienmäßig verfügbaren 3D-Drucker der Welt.

Zum anderen soll der Vertrieb dank neuem Geld und neuem Netzwerk weltweit stärker werden: „Körber ist ein sehr erfahrener Technologiekonzern, der uns nicht nur finanziell, sondern insbesondere auch im industriellen Maschinenbau unterstützen kann”, sagt René Gurka, CEO von BigRep. Aktuell betreibt das Start-up mit 70 Mitarbeitern bereits Büros in New York und Singapur.

Viele Geldgeber aus der Industrie

Die üblichen Probleme von Hardware-Start-ups, früh einen hohen Kapitalbedarf bedienen zu müssen, haben die Berliner offensichtlich im Griff. Das aktuelle Investment des Technologiekonzerns – laut BigRep „in Millionenhöhe” – beweist das.

Man wolle über das Investment „die Möglichkeiten der additiven Fertigung noch intensiver ausloten und innerhalb unserer Geschäftsfelder für weitere Kundenanwendungen nutzen”, lässt sich Michael Horn, Vorstandsmitglied bei Körber, in einer Pressemitteilung zitieren. Der Konzern ist von der Automation bis zum Werkzeugmaschinenbau in verschiedenen Bereichen und Branchen tätig und machte zuletzt 2,2 Milliarden Umsatz im Jahr. Seit kurzem ist die Körber AG auch am High-Techs Gründerfonds (HTGF) beteiligt.

Das Industrie-Netzwerk von BigRep vergrößert sich mit der neuen Beteiligung noch einmal. Im Mai war bekannt geworden, dass der Stahlkonzern Klöckner sich in unbekannter Höhe an dem Start-up beteiligt. Ende 2015 hatte der Investmentarm des Familienunternehmens Köhler gemeinsam mit Business Angels sieben Millionen in BigRep gesteckt.