Der Stahlhändler beteiligt sich an dem Berliner Start-up ein. Der Konzern hat gleich zwei Pläne für das neue Investment.

Einen Kubikmeter aus dem Drucker: Mit einem der größten 3D-Drucker in Serienfertigung will das Hardware-Start-up BigRep Kunden in der Industrie überzeugen. Jetzt steigt der Duisburger Stahlhändler Klöckner & Co. ein – über seine Venture-Capital-Tochter kloeckner.v beteiligt sich das Traditionsunternehmen in unbekannter Höhe an dem Start-up.

Der Konzern will dabei doppelt profitieren: Zum einen verspricht man sich ein starkes Wachstum des Unternehmens, zum anderen will man die industriellen 3D-Drucker von BigRep an seinen eigenen Standorten in Europa und den USA einsetzen. „Unsere Beteiligung zahlt gleich auf beide Strategiekomponenten ein und ermöglicht uns, an einem sehr vielversprechenden Wachstumsmarkt zu partizipieren“, sagt Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstands von Klöckner & Co.

Das 2014 gegründete Berliner Unternehmen hat nach eigenen Angaben bereits 130 Drucker verkauft. Aktuell beschäftigt das Start-up etwa 60 Mitarbeiter und unterhält Büros in New York und Singapur. Die Ziele sind ehrgeizig: In den nächsten fünf Jahren will man sich zum international führenden Anbieter von additiven Manufacturing-Systemen entwickeln. In den vergangenen Jahren das Start-up dafür schon mit zahlreichen großen Industrieunternehmen zusammengearbeitet. „Wir erwarten, dass die Digitalisierung die tradtionellen Wertschöpfungsketten radikal verändern wird“, sagt BigRep-CEO René Gurka.